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  [Bläulinge]  - Lycaenidae  16 Arten | 130 Fotos

Bläulinge sind kleine bis mittelgroße Tagfalter. Die Flügelspannweite reicht von 24 bis 50 mm. Die Vorderflügel sind kompakt und nur geringfügig länger, als sie breit sind. Farblich variieren die Flügeloberseiten von kupferfarben über blau bis violett. Teilweise weisen sie auch einen metallischen Glanz auf. Auf der Unterseite tragen viele Arten ein Muster aus dunklen, zum Teil hell umrandeten Flecken. Bei den Männchen fast alle europäischen Arten ist die Flügeloberseite blau gefärbt. Es gibt spezialisierte Arten, die mit Augenflecken auf den Flügeln und gedrehten Sitzstellungen potenzielle Feinde in die Irre leiten. Ihre am Ende gekeulten Fühler sind kurz bis mittellang und meistens ungefähr halb so lang wie die Vorderflügellänge. Sie haben einen voll entwickelten, nicht geschuppten Saugrüssel. Alle ihre sechs Beine sind gut entwickelt.
Die tagaktiven Falter klappen ihre Flügel in der Ruheposition meist zusammen und halten diese geschlossen. Nicht selten tritt ein Sexualdimorphismus auf. Die Weibchen sind dann oftmals anders gefärbt als die Männchen. Die pflanzenfressenden Arten ernähren sich vor allem von Hülsenfrüchtlern, Heidekrautgewächsen, Lippenblütlern, Zistrosengewächsen oder Storchschnabelgewächsen.

Die asselartig abgeflachten Raupen besitzen eine kurze Behaarung und leben oft in Symbiose mit Ameisen. Die Raupen einiger hochspezialisierte Arten ernährten sich monophag von einer bestimmten Pflanzenart.

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(Nymphalidae) |27| Edelfalter Ritterfalter |2| (Papilionidae)
(Pieridae) |8| Weisslinge Schwärmer |7| (Sphingidae)
(Sesiidae) |2| Glasflügler Bläulinge |16| (Lycaenidae)
(Zygaenidae) |2| Blutströpfchen, Widderchen Dickkopffalter |6| (Hesperiidae)
(Saturniidae) |1| Pfauenspinner Eulenfalter |29| (Noctuidae)
(Hepialidae) |2| Wurzelbohrer Spanner |36| (Geometridae)
(Arctiinae) |15| Bärenspinner Sichelflügler |3| (Drepanidae)
(Pyralidae) |3| Zünsler Gespinst- und Knospenmotten |1| (Yponomeutidae)
(Oecophoridae) |1| Faulholzmotten Langhornmotten |2| (Adelidae)
(Notodontidae) |9| Zahnspinner Glucken |3| (Lasiocampidae)
(Pterophoridae) |1| Federmotten Trägspinner |1| (Lymantriidae)
(Thyatirdae) |1| Eulenspinner Breitflügelmotten |1| (Chimabachidae)
(Crambidae) |3| Rüsselzünsler

Bild Funktionen Art Beschreibung

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Sonnenröschen-Bläuling

 
Sonnenröschen-Bläuling
(Aricia agestis)

Wikipedia Lepiforum

05. August 2020
Die Falter besitzen dunkelbraune Flügeloberseiten. Auf allen Flügeln sind orangefarbige Randflecken erkennbar. Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling bildet 2-3 Generationen pro Jahr aus. Man kann ihn von Anfang Mai bis Ende September antreffen. Sofern sich braune Bläulinge im Gelände aggressiv gegen andere Falter verhalten, werden es Männchen sein. Das schließt dann auf Sonnenröschen-Bläulinge.

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Brombeerzipfelfalter

 
Schmetterling des Jahres 2020

Brombeerzipfelfalter
(Callophrys rubi)

Wikipedia Lepiforum

18. April 2015
Der Brombeerzipfelfalter wird auch "Grüner Zipfelfalter" genannt und besitzt eine unverwechselbare sattgrüne Flügelunterseite. Da der Falter in Ruhestellung seine Flügel grundsätzlich zusammenklappt, ist seine einfarbig dunkel- bis schwarzbraune Oberseite nicht sichtbar. Die Flugzeit erstreckt sich von Mitte April bis Juni. Die Tiere fliegen meist einzeln umher und halten sich meist im Gebüsch auf. Waldränder, Lichtungen, trockene Heide- und Ruderalflächen, sonnige Kiefernwälder und Moorgebiete sind typische Biotope.

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Faulbaumbläuling

Faulbaumbläuling
(Celastrina argiolus)

Wikipedia Lepiforum

10. Juli 2009
Dieser Bläuling ist schon recht früh Mitte April zu beobachten. Beim Weibchen sind die Ränder der Flügel dunkel gezeichnet. Er fliegt nicht nur knapp über dem Boden, sondern oft auch in Höhe von Sträuchern und Bäumen.

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Kurzschwänzige Bläuling

 
Kurzschwänzige
Bläuling

(Cupido argiades)

Wikipedia Lepiforum

07. Juli 2016
Kennzeichnend für diesen kleinen Bläuling ist das spitze fadenförmige "Schwänzchen" an den Hinterflügeln. Beide Geschlechter haben hellgrau gefärbte Flügelunterseiten mit vereinzelt schwarzen Flecken. Weiterhin sitzt auf den Flügelunterseiten ein orangefarbener Fleck nahe dem Schwänzchen. In Mitteleuropa ist der Kurzschwänzige Bläuling neben dem Zwerg-Bläuling (Cupido minimus) der zweitkleinste Bläuling.

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Zwergbläuling

 
Zwergbläuling
(Cupido minimus)

Wikipedia Lepiforum

19. Mai 2018
Dieser kleinste heimische Tagfalter besitzt eine dunkelbraune Flügeloberseite. Bei den Männchen ist die Flügeloberseite oft mit einem blaugrünlichen Schimmer versehen. Bevorzugt werden trockene sonnige Habitate wie Trocken- und Magerwiesen sowie Kiesgruben. Die tagaktiven Falter fliegen von Mitte April bis Ende Juli in 1. Generation. Stellenweise gibt es in günstigen Jahren eine 2. unvollständige Generation, die von Ende Juli bis Ende August gebildet wird. Futterpflanzen für die Raupen ist in Mitteleuropa ausschließlich Wundklee.

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Bläulinge

 
Bläulinge
(Familie lycaenidae)

August 1999
Kennzeichnend für die Bläulinge sind die starr und spröde, schwarzweiß geringelten Fühler. Es gibt ca. 100 Arten von Bläulingen allein in Europa. In vielen Fällen kann die Bestimmung nur vom Fachmann erfolgen und zwar anhand von Genitaluntersuchungen. Meist überwintern die Raupen und machen ihre Verwandlung in einer am Boden liegenden oder freihängenden Stürzpuppe durch.

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Kleiner Feuerfalter

 
Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)

Wikipedia Lepiforum

20. Oktober 2012
Bei diesem ca. 1,5 cm großen »Bläuling« sind die Weibchen größer als die Männchen. Die Falter fliegen auf Feldern und Wiesen und sitzen oft auf Feldwegen. Er tritt in zwei bis drei sich überschneidenden Generationen auf.

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Brauner Feuerfalter
Männchen

 
Brauner Feuerfalter
(Lycaena tityrus)

Wikipedia Lepiforum

28. Mai 2016
Der Braune Feuerfalter wird aufgrund seiner schwefelgelben Färbung der Flügelunterseite (2te Faltergeneration) auch als »Schwefelvögelchen« bezeichnet. Die Falter können ein bis zwei Generationen pro Jahr hervorbringen, wobei die Flugzeit der Ersten von April bis Mai, die der Zweiten von Juli bis September ist. Die Raupen überwintert. Futterpflanzen der Raupen sind verschiedene Sauerampfer-Arten. Die Falter saugen an Korbblütlern.

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Eichenzipfelfalter

Eichenzipfelfalter
(Neozephyrus quercus)

Wikipedia Lepiforum

10. Juli 2009
Der Eichenzipfelfalter ist ein ständiger Bewohner von Eichenwäldern. Er fliegt von Ende Juni bis Ende August und bringt nur eine Generation hervor. Meist halten sich die Falter in Baumkronen auf und sind daher schwer zu beobachten. Die abgelegten Eier überwintern an Blütenknospen.

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Geißkleebläuling
Männchen

 
Geißkleebläuling
(Plebejus argus)

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22. Juni 2014
Dieser Bläuling fliegt in Gegenden mit sandigen Böden, in Heidegebieten, am Rand von Mooren, auf Feldern und trockenen Hängen. Der Falter ist stellenweise stark rückläufig in den meisten Gegenden aber nicht selten. Er bildet 1 bis 2 Generationen aus (Mai bis Juni /Juli bis September). Die Färbung der Flügeloberseite beim Männchen ist violettblau, der Außenrand beider Flügelpaare schwarzbraun eingesäumt. Die Flügeloberseite des Weibchens ist einfarbig dunkelbraun.

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Hochmoorbläuling

 
Hochmoorbläuling
(Plebejus optilete)

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14. Juni 2014
Die Männchen des Hochmoorbläulings haben eine glänzend violettblaue Flügeloberseite, die Weibchen besitzen eine bräunliche Grundfärbung. Artkennzeichnend ist ein bläulicher orange gefärbter Augenfleck auf der graubraunen mit mehreren dunklen Flecken versehenen Flügelunterseite. Die Falter sind stark an Hochmoore gebunden. Die Falter kommen auf naturnahen Moorwiesen und Moorheiden vor, wobei bewaldete Moorrandzonen bevorzugt werden.

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Vogelwickenbläuling
Männchen

 
Vogelwickenbläuling
(Polyommatus amandus)

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15. Juni 2012
Dieser relativ große Bläuling wird auch als Prächtiger Bläuling bezeichnet. Die Art bevorzugt warme, naturnahe, grasige Standorte wie Brachflächen, Böschungen und Waldrändern. In seinen angestammten Habitaten ist er durchaus häufig. Die Flugzeit ist von Anfang Juni bis Ende Juli. Die Männchen schweifen auffällig umher, während die Weibchen weniger aktiv sind. Die Raupen leben in Symbiose mit Ameisen und sind ab August anzutreffen

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Hauhechelbläuling

Hauhechelbläuling
(Polyommatus icarus)

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01. August 2009
Der Hauhechelbläuling ist noch ziemlich häufig. Das Männchen hat auf der Oberseite ein leuchtendes Blau, die Weibchen sind oberseitig braun. Er fliegt von April bis September in zwei bis drei Generationen. Die Raupen sind hellgrün und schlüpfen nach ca. 10 Tagen.

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Kleiner Schlehen-Zipfelfalter

 
Kleiner Schlehen-Zipfelfalter
(Satyrium acaciae)

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04. Juli 2016
Der Kleine Schlehen-Zipfelfalter hat dunkelbraune Flügeloberseiten. Die braunen Flügelunterseiten besitzen hinter der Mitte eine weiße, unterbrochen-gestrichelte Binde. Am Ende der Hinterflügel sitzen orangefarbene Tupfer, die nach oben hin schwächer werden. Kennzeichnend ist ebenfalls ein silbriger Fleck, der sich innerhalb der orangen Flecken unter dem Zipfel (namensgebend) befindet. Die Art besiedelt trockene warme Standorte, wo seine Wirtspflanzen (Krüppelschlehen) vorkommen. Habitate sind z. B. magere Wiesen oder verbuschte Trocken- und Magerrasen.

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Kreuzdorn-Zipfelfalter

 
Kreuzdorn-Zipfelfalter
(Satyrium spini)

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06. Juli 2016
Charakteristisch für den Kreuzdorn-Zipfelfalter ist der deutliche Zipfel, der sich am Ende eines jeden Hinterflügels befindet. Die graubraune Unterseite der Hinterflügel trägt eine weiße unterbrochene Linie und eine orange Binde sowie unterhalb des Flügelfortsatzes einen großer Blauer Fleck. Die Falter lieben sehr trockene, warme Standorte vor allem im niederen Bergland. Sie fliegen in einer Generation von Juni bis August. Futterpflanzen der Raupen sind ausschließlich Kreuzdorngewächse (Echter Kreuzdorn).

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Nierenfleck-Zipfelfalter
Weibchen

 
Nierenfleck
Zipfelfalter

(Thecla Betulae)

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21. August 2011
Dieser Bläuling hat dunkelbraune Flügel mit orangen Flecken, die Weibchen haben einen großen nierenförmigen Fleck auf den Vorderflügeln (Namensgebung). Als Futterpflanzen dienen Sträucher aus der Familie der Rosengewächse. Der teilweise als selten beschriebene Nierenfleck-Zipfelfalter hält sich oft in den Baumkronen auf und ist daher schwer zu entdecken. Zählungen der Gelege lassen aber vermuten, dass sein Vorkommen doch häufiger ist als es das seltene Auffinden der Falter vermuten lässt.
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