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  [Schwärmer]  - Sphingidae  6 Arten | 118 Fotos

Die Familie der Sphingidae, oft »Schwärmer«, »Falkenmotten« oder »Sphinx-Motten« genannt, umfasst weltweit rund 1.400 bis 1.500 Arten – mit dem Schwerpunkt in den Tropen. Diese Schmetterlinge zeichnen sich durch einen schlanken, stromlinienförmigen Körper, verhältnismäßig schmale Vorderflügel und eine extrem leistungsfähige Flugmuskulatur aus, dank der sie sehr schnell und wendig fliegen – bei einigen Arten sogar schweben können wie ein Kolibri. Viele ausgewachsene Tiere saugen an Nektarblüten und besitzen einen sehr langen Saugrüssel, mit dem sie tief im Blütenschlund an die Nahrung gelangen. Dabei kann ihr Flug dem von Kolibris ähneln.

Die Raupen dieser Familie sind oft kräftig gebaut, meist grün oder braun gefärbt, und bei vielen Arten sitzt auf dem achten Bauchsegment ein charakteristischer Horn-Fortsatz – daher der Name »Hornwurm«. Typische Lebensräume sind Waldränder, Gärten und offene Landschaften mit reichlich blühenden Pflanzen, und einige Arten kommen sogar in städtischen Gebieten vor.

Durch ihre Flug- und Ernährungsweise leisten viele Sphingidae einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Nacht- oder Dämmerungsblüten. Gleichzeitig können die Raupen mancher Arten, etwa an Gemüse oder Zierpflanzen, als Schädlinge auftreten – sie ernähren sich dann massiv von bestimmten Kulturpflanzen.

Tagfalter (Rhopalocera)
(Nymphalidae) |28| Edelfalter Ritterfalter |3| (Papilionidae)
(Pieridae) |10| Weisslinge Bläulinge |19| (Lycaenidae)
(Hesperiidae) |8| Dickkopffalter

Nachtfalter (Heterocera)
(Sphingidae) |6| Schwärmer Glasflügler |2| (Sesiidae)
(Zygaenidae) |3| Blutströpfchen, Widderchen Pfauenspinner |2| (Saturniidae)
(Noctuidae) |74| Eulenfalter Wurzelbohrer |2| (Hepialidae)
(Geometridae) |58| Spanner Bärenspinner |17| (Arctiinae)
(Drepanidae) |6| Sichelflügler Zünsler |7| (Pyralidae)
(Yponomeutidae) |2| Gespinst- und Knospenmotten Faulholzmotten |1| (Oecophoridae)
(Adelidae) |2| Langhornmotten Zahnspinner |13| (Notodontidae)
(Lasiocampidae) |4| Glucken Federmotten |1| (Pterophoridae)
(Lymantriidae) |3| Trägspinner Eulenspinner |1| (Thyatirdae)
(Chimabachidae) |1| Breitflügelmotten Rüsselzünsler |15| (Crambidae)
(Elachistidae) |1| Grasminiermotten Wickler |3| (Tortricidae)
(Cossidae) |1| Holzbohrer Erebidae |2| 
(Limacodidae) |1| Schneckenspinner

Bild Funktionen Art Beschreibung

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Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)

 
Mittlerer
Weinschwärmer

(Deilephila elpenor)

Wikipedia Lepiforum

03. Juli 2022
Dieser Schwärmer besitzt eine auffallend rote Grundfärbung. Auf der Oberseite der olivgrünen Vorderflügel zieht sich eine gerade Linie in die Spitze. Die roten Hinterflügel besitzen eine schwarze Basalbinde. Man findet die Falter vorzugsweise an etwas feuchteren Stellen wie in Auwäldern und Flussniederungen. Die Färbung der Raupen ist grün oder braun, manchmal kommen auch fast schwarze Exemplare vor. Auf dem 2. und 3. Segment sind auffällige augenartige Fleckenpaare zu sehen.

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Pappelschwärmer (Laothoe populi)

 
Pappelschwärmer
(Laothoe populi)

Wikipedia Lepiforum

27. Juli 2017
Kennzeichnend für diesen nicht seltenen Schwärmer sind seine stark gewellten Flügelränder. Sein bizarres Aussehen täuscht in Ruhestellung übereinanderliegende, dürre Blätter vor. Auf der Oberseite der Hinterflügel befindet sich ein recht großer, orange bis rotbrauner Fleck, der bei Gefahr sichtbar wird. Die Flugzeit ist von Anfang Mai bis Anfang August. Aufgrund seiner nachtaktiven Lebensweise ist er nicht häufig zu finden, obwohl er nicht selten ist. Der Pappelschwärmer ist neben dem Abendpfauenauge der häufigste Vertreter unter den Schwärmern.

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Taubenschwanz (Macroglossum stellatarum)

 
 
Taubenschwanz
(Macroglossum stellatarum)

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07. August 2003
Kennzeichnend für diesen Wanderfalter sind sein kolibriartiger Schwirrflug und der schwarz-weiß gezeichnete Hinterleib, der wie ein »Schwanz« aussieht. Im Gegensatz zu anderen Schwärmern sind sie tagaktiv, man kann sie auch in Gärten z.B. an Geranien-Balkonpflanzen beobachten.

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Lindenschwärmer (Mimas tiliae)

Lindenschwärmer
(Mimas tiliae)

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27. Mai 2010
Der Lindenschwärmer besitzt eine variable Tarnfärbung, es kommen Exemplare mit olivgrüner, hellbrauner oder rosa Färbung vor. Seine Vorderflügel sind ziemlich schmal und besitzen eine dunkle Querbinde, die in 2 Flecken geteilt sein kann. Charakteristisch sind der helle Fleck an den Vorderflügelspitzen und die unregelmäßig gewellte Flügelränder. Die Raupe frisst vorwiegend nachts und hauptsächlich an Linden (Tilia). Die Falter können keine Nahrung aufnehmen, da sie nur einen verkümmerten Saugrüssel besitzen.

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Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri)

 
Ligusterschwärmer
(Sphinx ligustri)

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01. Juni 2021
Die Hinterflügel zeichnen sich durch ein leuchtendes rostfarbenes Rot und 2 breite, schwarze Bänder aus. Die bräunliche Vorderflügelzeichnung ist schwächer ausgeprägt und besitzt einen angedeuteten schwarzen Längsstreifen. Die imposanten grün gefärbten Raupen sind durch schräge weißliche und violette Seitenstreifen am Körperende gekennzeichnet und darüber hinaus mit einem auffallenden schwarzen Horn versehen. Der Falter fliegt von Mai bis Juli, sie sind in warmen Juninächten schon in der Dämmerung unterwegs.

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Kiefernschwärmer (Sphinx pinastri)

 
Kiefernschwärmer
(Sphinx pinastri)

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12. Juni 2015
Die grünen oder (seltener) braunen Raupen des Kieferschwärmers tragen auf dem hellen Rücken feine, schwarze Ringe und einen rostbraunen (an den Seiten einen gelblichen) Streifen. Sie sind durch Färbung und Zeichnung auf ihrer Futterpflanze hervorragend getarnt und leben auf verschiedenen Nadelbäumen, vor allem auf Kiefern. Der fast überall ziemlich häufige unauffällig gefärbte Kiefernschwärmer weist eine sehr variable Zeichnung auf und ist als Falter von Mai bis Juli anzutreffen.
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