Kleine Pappelglucke
(Poecilocampa populi)
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d6611 |
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Ordnung |
Lepidoptera (Schmetterlinge) |
| Familie |
Lasiocampidae (Glucken) |
| Größe |
Flügelspannweite 30 bis 45 mm |
| Verbreitung |
weite Teile Europas, im Osten bis Russland und Westsibirien, auch Britischen Inseln |
| Weblink(s) |
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Aussehen Der Falter zeigt dunkelgraue bis dunkelbraune Vorderflügel mit zwei helleren, zick-zackförmigen Querlinien. Der Halsschild ist kräftig behaart und oft mit einer gelblich gefärbten Querbinde versehen. Die Hinterflügel sind etwas heller und tragen ebenfalls eine helle Querlinie. Die Raupen sind variabel gefärbt, meist graubraun oder kontrastreich gezeichnet, mit hellen Seitenborsten und dichter Behaarung.
Lebensraum Die Kleine Pappelglucke bewohnt lichte Laub- und Mischwälder, Auenwälder und gehölzreiche Landschaften. Sie kommt auch in Parks, an Waldrändern und in größeren Gärten vor, sofern dort geeignete Nahrungspflanzen wachsen.
Lebensweise Die Falter erscheinen ungewöhnlich spät im Jahr – meist von Oktober bis in den Dezember hinein – und sind auch bei niedrigen Temperaturen noch flugfähig. Sie werden häufig von Lichtquellen angelockt. Die Raupen schlüpfen im zeitigen Frühjahr, fressen bis in den Mai hinein und verpuppen sich anschließend im Boden oder in der Laubstreu.
Nahrung Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Laubbäume, vor allem von Pappel, Weide, Eiche und anderen Gehölzen. Die ausgewachsenen Falter nehmen keine Nahrung mehr auf und konzentrieren sich ausschließlich auf die Fortpflanzung.
Sonstiges Die Kleine Pappelglucke wird auch Herbstglucke genannt. Sie gilt als typischer Spätherbstfalter und ist eine der wenigen Schmetterlingsarten, die noch bei kühlem Wetter aktiv fliegt. In Mitteleuropa ist sie nicht gefährdet und vielerorts regelmäßig zu beobachten.
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