Kronwicken-Bläuling
(Plebejus argyrognomon)
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 Weibchen   14306
Kronwicken-Bläuling (Plebejus argyrognomon) - Weibchen
Ordnung Lepidoptera
(Schmetterlinge)
Familie Lycaenidae
(Bläulinge)
Größe Flügelspannweite>br>25 bis 34 mm
Verbreitung Mittel- und Südeuropa,
punktuell Osteuropa bis nach Westasien
Weblink(s)
Wikipedia   Wikipedia
Lepiforum   Lepiforum

Aussehen
Die Männchen zeigen auf der Oberseite eine auffallend leuchtend blauviolette Färbung mit schmalem schwarzem Rand und hellen Fransen. Die Weibchen sind oberseits überwiegend braun gefärbt und besitzen meist eine deutliche orangefarbene Saumbinde an den Hinterflügeln. Die Unterseite beider Geschlechter ist hellgrau bis beigefarben und mit schwarzen, weiß umrandeten Punkten sowie einer orangefarbenen Randzeichnung versehen, die je nach Individuum unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Lebensraum
Der Kronwicken-Bläuling besiedelt sonnige, offene und blütenreiche Lebensräume wie Trockenrasen, Magerrasen, extensive Wiesen und Böschungen. Voraussetzung ist das Vorkommen geeigneter Raupenfutterpflanzen, insbesondere auf kalkhaltigen oder nährstoffarmen Böden, auch in wärmeren Lagen des Berglandes.

Lebensweise
Die Art bildet je nach Region eine oder zwei Generationen pro Jahr und fliegt überwiegend von Mai bis August. Die Raupen leben versteckt an den Futterpflanzen und werden häufig von Ameisen betreut, die sie vor Fressfeinden schützen. Die Überwinterung erfolgt je nach Generation im Raupen- oder Puppenstadium.

Nahrung
Die Raupen ernähren sich vor allem von Kronwicke, daneben auch von verschiedenen Kleearten, Hornklee und anderen Schmetterlingsblütlern. Die erwachsenen Falter saugen Nektar an einer Vielzahl von Blütenpflanzen, bevorzugt an niedrig wachsenden, sonnenexponierten Kräutern.

Sonstiges
Der deutsche Name Kronwicken-Bläuling leitet sich von der wichtigsten Raupenfutterpflanze ab. Die Art reagiert empfindlich auf Nutzungsintensivierung, Verbuschung und den Verlust artenreicher Wiesen und gilt regional als gefährdet. Aufgrund ihrer Bindung an spezielle Lebensräume wird sie häufig als Indikator für naturnahe Trockenrasen betrachtet.

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