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Aussehen Die Männchen besitzen auf der Oberseite eine auffallend helle, silbrig bis leicht grünlich schimmernde blaue Färbung mit einem schmalen dunklen Flügelrand. Die Flügelränder sind weißlich und fein dunkel gescheckt. Die Weibchen sind überwiegend braun gefärbt und zeigen häufig eine Reihe orangefarbener Flecken entlang des Flügelrandes. Die Unterseiten beider Geschlechter sind hellbraun bis ockerfarben und tragen zahlreiche dunkle, weiß umrandete Flecken, die ein typisches Erkennungsmerkmal der Art darstellen.
Lebensraum Der Silbergrüne Bläuling lebt bevorzugt in sonnigen, offenen und kurzrasigen Lebensräumen wie Kalk-Magerrasen, Trockenrasen, Steinbrüchen und mageren Böschungen. Entscheidend ist das Vorhandensein basenreicher Böden sowie einer artenreichen Blütenvegetation.
Lebensweise Die Art bildet in Mitteleuropa in der Regel nur eine Generation pro Jahr. Die Eier überwintern, während sich die Raupen im Frühjahr entwickeln und sich bodennah verpuppen. Die Raupen leben meist versteckt und stehen häufig in Beziehung zu Ameisen, die sie schützen und betreuen.
Nahrung Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Hufeisenklee sowie weiteren kalkliebenden Schmetterlingsblütlern. Die erwachsenen Falter besuchen zahlreiche Blüten und nehmen dort Nektar auf, wobei sie besonders trockene und sonnige Standorte bevorzugen.
Sonstiges Der Silbergrüne Bläuling gilt als typische Charakterart artenreicher Kalk-Magerrasen und reagiert empfindlich auf Nutzungsaufgabe oder intensive Düngung. In geeigneten Lebensräumen kann er lokal sehr häufig auftreten, während er andernorts stark zurückgegangen ist. Gelegentlich treten auch blau gefärbte Weibchen auf, was die Art besonders interessant macht.
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