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Aussehen Die Vorderflügel sind überwiegend weißlich bis hellgrau gefärbt und zeigen ein auffälliges, dunkelgraues bis schwärzliches Mittelfeld. Die helle Grundfärbung bildet dadurch einen deutlichen Kontrast zur dunklen Flügelmitte. Ring- und Nierenmakel heben sich innerhalb des dunklen Bereichs heller ab. Die Hinterflügel sind wesentlich heller und besitzen einen dunkleren Saumbereich. Die Raupe ist überwiegend grün gefärbt und besitzt helle, weißlich bis gelbliche Längslinien auf Rücken und Seiten. Je nach Entwicklungsstadium und individueller Ausprägung kann die Färbung etwas variieren.
Lebensraum Die Hasenlatticheule besiedelt vor allem extensiv genutzte Wiesen, Magerrasen, gras- und staudenreiche Wegränder, Böschungen, Lichtungen und Waldränder. Auch Steinbrüche, Ruderalflächen und größere Gärten können geeignete Lebensräume darstellen. Bevorzugt werden eher offene, nicht zu trockene Bereiche mit einem ausreichenden Angebot an krautigen Pflanzen. Die Art kann daher auch in vom Menschen geprägten Landschaften vorkommen.
Lebensweise Die Falter erscheinen je nach Region etwa von Mai bis August, wobei die Hauptflugzeit im Sommer liegt. In günstigen Gebieten können sich zwei Generationen entwickeln. Als nachtaktiver Eulenfalter wird die Hasenlatticheule häufig von künstlichen Lichtquellen angezogen. Tagsüber sitzt der Falter meist verborgen, kann aber gelegentlich auch offen an Pflanzen oder anderen Strukturen entdeckt werden. Die Raupen treten hauptsächlich von Juni bis September auf. Sie halten sich nicht ausschließlich verborgen, sondern können auch am Tag frei auf ihrer Nahrungspflanze sitzen. Zur Verpuppung zieht sich die Raupe zurück. Die Puppe überdauert anschließend den Winter, sodass die nächste Faltergeneration erst im folgenden Jahr erscheint.
Nahrung Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzen aus der Familie der Korbblütler. Besonders häufig werden Arten aus den Gattungen Lattich (Lactuca), Pippau (Crepis) und Habichtskräuter (Hieracium) genutzt. Auch andere krautige Korbblütler können als Nahrung dienen. Dabei fressen die Raupen je nach Pflanzenart an Blättern sowie an Blüten und Blütenknospen. Die erwachsenen Falter nehmen Nektar auf und besuchen dazu verschiedene Blütenpflanzen.
Sonstiges Der auffällige Gegensatz zwischen dem hellen Flügelgrund und dem breiten dunklen Mittelfeld macht die Hasenlatticheule zu einer vergleichsweise charakteristischen Eulenfalterart. Bei der Bestimmung sollte sie unter anderem von der ähnlichen Kompasslatticheule unterschieden werden. Die Hasenlatticheule ist zwar großräumig verbreitet, kann aber örtlich deutlich seltener werden, wenn extensiv bewirtschaftete Wiesen, Säume und andere strukturreiche Offenlandbereiche verschwinden. Interessant ist außerdem, dass ihre Raupen trotz ihrer überwiegend nächtlichen Lebensweise tagsüber offen auf den Nahrungspflanzen angetroffen werden können.
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