Großes Eichenkamin
(Catocala sponsa)
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d9290 |
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Nachtfalter |
(Heterocera) |
| Ordnung |
Lepidoptera (Schmetterlinge) |
| Familie |
Noctuidae (Eulenfalter) |
| Größe |
Flügelspannweite 60 bis 73 mm |
| Verbreitung |
weite Teile Mittel-, Süd- und Osteuropas, angrenzende Regionen Westasiens |
| Weblink(s) |
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Aussehen Die Vorderflügel sind unauffällig graubraun bis braun gefärbt und mit einer feinen, an Baumrinde erinnernden Musterung versehen. Dadurch verschmilzt der Falter in Ruhestellung nahezu mit der Oberfläche alter Baumstämme. Die Hinterflügel bilden dazu einen auffälligen Kontrast, denn sie leuchten kräftig karminrot und werden von zwei markanten schwarzen Querbändern durchzogen. Die Raupen besitzen einen langgestreckten, schlanken Körper mit einer grau- bis braunfarbenen Zeichnung, die an einen kleinen Ast erinnert. Diese Tarnung wird durch ihre typische Haltung verstärkt: Sie strecken den Körper häufig steif vom Untergrund ab und verharren bei Gefahr regungslos, sodass sie kaum als Raupe zu erkennen sind.
Lebensraum Der Große Eichenkarmin besiedelt bevorzugt Wälder mit einem hohen Anteil älterer Eichen. Ebenso nutzt er lichte Mischwälder, strukturreiche Waldränder, größere Parkanlagen sowie historische Alleen, sofern dort geeignete Eichen als Entwicklungsbäume vorhanden sind. Besonders wichtig sind naturnahe Bereiche mit ausreichend alten Gehölzen und ruhigen Rückzugsplätzen.
Lebensweise Die Falter sind überwiegend in der Dämmerung und während der Nacht aktiv. Tagsüber ruhen sie eng an Baumstämmen, wo ihre Tarnzeichnung sie zuverlässig vor vielen Fressfeinden schützt. Die Art überwintert als Ei. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen, entwickeln sich über mehrere Wochen auf ihren Nahrungspflanzen und verpuppen sich anschließend in einem lockeren Gespinst zwischen trockenem Laub oder anderen Pflanzenresten am Boden.
Nahrung Die Raupen ernähren sich fast ausschließlich von den Blättern verschiedener Eichenarten. Ausgewachsene Falter nehmen nur wenig Nahrung auf. Gelegentlich saugen sie an austretendem Baumsaft oder an gärendem Fallobst, wenn sich eine geeignete Gelegenheit bietet.
Sonstiges Der Große Eichenkarmin zählt zu den Ordensbandfaltern, deren auffällige Hinterflügel im Sitzen vollständig unter den unauffälligen Vorderflügeln verborgen bleiben. Wird der Falter aufgeschreckt, erscheinen die leuchtend roten Hinterflügel plötzlich und können angreifende Vögel oder andere Feinde kurzzeitig irritieren. Nach der Landung werden die Hinterflügel sofort wieder verdeckt, wodurch das Tier erneut hervorragend getarnt ist.
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