Stridulation
Erzeugung von Lauten durch Gegeneinanderstreichen
bestimmter beweglicher Körperteile.
  Ordnung Orthoptera (Geradflügler)  
Bildübersicht Geradflügler mit Infos Galerie
Alle Heuschrecken und die meisten anderen Geradflügler besitzen ein drittes, hinteres Beinpaar, das viel länger und kräftiger ist als die beiden anderen. Durch ruckartiges Strecken dieses langen Beinpaares können sich die Tiere beträchtlich weit durch die Luft schnellen, so daß es schwer ist, sie zu fangen.
Systematik
Reich: Tierreich (Regnum animale)
Nach obenStamm: Gliederfüßer (Athropoda)
    Nach obenKlasse: Insekten (Insecta)
          Nach oben Ordnung: Geradflügler (Orthoptera)
Wie die meisten Insekten, die Töne von sich geben, bringen die Geradflügler ihre »Gesänge« durch Reibung hervor. Beim Streichen mit dem Fingernagel über eine ganz feine Feile entsteht ein schwacher, hoher Quietschton. Genauso erzeugen die Geradflügler die Töne. Sie haben an ihren Flügeln und Beinen feingerippte Leisten.

Die Männchen stridulieren , indem sie die Hinterschienen an den Flügeln reiben.

Männchen und Weibchen haben Hörorgane, die bei manchen Arten zwischen Brust und Hinterleib, bei anderen in den Schienen der Vorderbeine liegen.

Die Heuschrecken und Grillen, die bei uns vorkommen, sind harmlose und kleine Insekten.

Bei den Geradflügler-Arten, die fliegen können, sind die Vorderflügel schmaler als die Hinterflügel und meist dick und lederartig. Die Vorderflügel dienen als Flügeldecken für die Hinterflügel, die breiter sind. Wenn das Insekt nicht fliegt, liegen sie zusammengefaltet wie Fächer unter den Vorder- und Deckflügeln.

Mit Ausnahme der Wanderheuschrecken fliegen die meisten Geradflügler, wenn überhaupt, nur kurze Strecken.

Heuschrecken sind ganz eindeutig Vertreter der unvollständigen Verwandlung Hemimetabolie.

Kaum aus dem Ei geschlüpft, kommen sie wie Miniaturausgaben ihrer Eltern daher, fressen dasselbe Futter, beleben das gleiche Habitat. Laubheuschrecken machen fünf bis sieben Larvenstadien durch, deren Dauer von Ernährungszustand und Umgebungstemperatur abhängig sein kann - je satter und wärmer desto schneller. Als Larve können sie zwar schon in die Luft springen, aber nicht fliegen. In den beiden vorletzten Stadien zeigen sich deutliche Ansätze von Flügeln, die aber erst funktionsfähig sind, wenn sich die Larve das letzte Mal gehäutet hat, also Imago geworden ist.

Vorherige Seite TOP Nach oben

© 2003-2022   info@naturspektrum.de  |