Große Blut-Helmling
(Mycena haematopus)
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ungenießbar |
00326 |
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Ordnung |
Agaricales (Blätterpilze) |
| Familie |
Mycenaceae (Helmlingsverwandte) |
| Größe |
Hut: 6 bis 12 cm Stiel: 5 bis 12 cm lang |
| Verbreitung |
weite Teile Europas, Teile Nordamerikas |
| Weblink(s) |
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Aussehen Der Hut ist klein, zunächst glockenförmig bis kegelig und später flach-aufgeöffnet mit oft geriefter Randzone. Die Hutfarbe reicht von purpur- bis bräunlich-rot und verblasst bei Trockenheit. Die Lamellen sind hell bis leicht rosig und das Sporenpulver ist weiß. Der schlanke Stiel ist rötlich bis dunkelrotbraun, oft hohl und an der Basis mit feinen, groben Haaren besetzt. Beim Schnitt oder bei Verletzung tritt ein dunkelroter, blutähnlicher Saft aus.
Lebensraum Der Pilz wächst saprobiontisch überwiegend büschelig auf verrottenden Stämmen, Ästen und Stümpfen von Laubhölzern, insbesondere an Buche und Eiche, und bevorzugt feuchte, schattige Wälder und humusreiche Standortverhältnisse.
Lebensweise Der Große Blut-Helmling zersetzt Totholz. Er bildet dichte Büschel aus Fruchtkörpern. Für den Verzehr gilt die Art als ungeeignet bzw. unbedeutend, sie wird in der Regel nicht als Speisepilz gesammelt.
Nahrung Die Art bezieht ihre Nahrung durch enzymatischen Abbau von Zellulose und Lignin im abgestorbenen Holz. Das Myzel löst organische Substanz aus dem Totholz und macht sie für das Pilzwachstum verfügbar.
Sonstiges Der deutsche Name »Großer Blut-Helmling« bezieht sich auf das blutrote Ausfließen des Safts bei Verletzung. Sowohl Fruchtkörper als auch Myzel können schwach biolumineszent sein, die Leuchterscheinung ist jedoch sehr schwach und meist mit bloßem Auge nicht sichtbar. Verwechslungen mit ähnlichen, kleineren Blut-Helmlingen sind möglich, daher empfiehlt sich bei Unsicherheit eine genaue Bestimmung.
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