Kiefernzapfenwanze
(Gastrodes grossipes)
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  d0246
Kiefernzapfenwanze (Gastrodes grossipes)
Ordnung Heteroptera
(Wanzen)
Familie Lygaeidae
(Bodenwanzen)
Größe Gesamtlänge
6 bis 7 mm
Verbreitung weite Teile Europas, nicht regelmäßig im hohen Norden,
östlich bis Kleinasien, den Kaukasus bis Sibirien

Aussehen
Die Kiefernzapfenwanze ist sehr flach und oval geformt. Die Grundfarbe ist rötlich-braun. Kopf, Scutellum und vorderer Teil des Pronotums oft dunkel bis schwarz. Das erste Antennenglied ist lang und ragt deutlich über den Kopf hinaus.

Lebensraum
Die Art lebt überwiegend an Kiefern, besonders an der Wald-/Sotskiefer (Pinus sylvestris), und nutzt Zapfen sowohl als Nahrungsquelle als auch als Versteck. Gelegentlich wird auch Lärche und seltener Fichte besiedelt.

Lebensweise
Adulte Tiere überwintern meist in Zapfen oder unter Rindenschuppen und paaren sich im Frühjahr. Die Weibchen legen im April Eier bevorzugt an Nadeln oder Zapfen ab. Nach dem Schlupf durchlaufen die Nymphen mehrere Larvenstadien (bis zu fünf) und sind von Mai bis Juli beobachtbar, die neue Generation ist ab Juli/August vollständig. Sowohl Nymphen als auch Imagines verstecken sich tagsüber oft zwischen den Zapfenschuppen.

Nahrung
Die Art saugt an den Samen und an weichem Gewebe der Zapfen sowie gelegentlich an Nadeln. Nymphen und adulte Tiere nutzen dieselben Nahrungsquellen.

Sonstiges
Der deutsche Name »Kiefernzapfenwanze« leitet sich von der engen Bindung an Zapfen her. Die Art lässt sich von der ähnlichen G. abietum unter anderem am längeren ersten Antennenglied und der dunkleren Färbung unterscheiden.

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