Grüner Knollenblätterpilz
(Amanita phalloides)

Pilz des Jahres 2019
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Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) - giftig
Ordnung Agaricales
(Blätterpilze)
Familie Amanitaceae
(Wulstlingsverwandte)
Größe Hutdurchmesser 5 bis 15 cm
Stiel 15 bis 20 cm hoch
Verbreitung weite Teile Europas,
nach Nordamerika und in
andere Regionen der Welt eingeschleppt
Weblink(s)
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Aussehen
Der Hut ist zunächst halbkugelig geformt und breitet sich mit zunehmendem Alter flach aus. Seine Farbe reicht von einem sehr hellen, fast weißlichen Grünton über Gelbgrün bis hin zu dunklem Olivgrün, wobei die Färbung zum Rand hin oft ausbleicht. Die Huthaut ist von feinen, radial verlaufenden Fasern überzogen, die ihr einen leicht schimmernden Glanz verleihen. Auf der Unterseite stehen dicht gedrängte, weiße Lamellen, die auch im reifen Zustand hell bleiben. Der Stiel ist weißlich bis blassgrünlich gefärbt und häufig zart genattert gemustert. Er trägt eine weiße, häutige Manschette und verdickt sich an der Basis zu einer deutlichen Knolle. Diese Knolle steckt in einer sackartigen, hautähnlichen Hülle, der sogenannten Scheide, die oft im Boden verborgen und dadurch leicht zu übersehen ist. Das Fleisch ist weißlich und verströmt vor allem im Alter einen süßlichen, honigartigen Geruch.

Lebensraum
Der Grüne Knollenblätterpilz bevorzugt Laub- und Laubmischwälder und geht dort mit den Wurzeln bestimmter Bäume eine enge Lebensgemeinschaft ein, wobei Eichen und Buchen zu seinen wichtigsten Partnern zählen. Ebenso findet man ihn an Waldrändern, in Parkanlagen sowie gelegentlich auf Rasenflächen in der Nähe von Bäumen. Die Fruchtkörper erscheinen vor allem zwischen Sommer und Herbst, wobei sie je nach Witterung auch früher oder bis in den späten Herbst hinein wachsen können.

Verwertbarkeit
Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als einer der giftigsten Pilze überhaupt und ist auf keinen Fall zum Verzehr geeignet. Verantwortlich dafür sind vor allem die enthaltenen Amatoxine, die selbst durch Kochen, Braten oder Trocknen nicht zerstört werden und schon in geringsten Mengen ein lebensbedrohliches Leberversagen auslösen können. Bereits ein einzelner Fruchtkörper kann für einen erwachsenen Menschen eine tödliche Dosis darstellen. Besonders tückisch ist, dass erste Vergiftungssymptome oft erst nach vielen Stunden auftreten, wenn sich das Gift im Körper bereits ausgebreitet hat, und dass eine kurze scheinbare Besserung über das tatsächliche Ausmaß der Schädigung hinwegtäuschen kann.

Sonstiges
Aufgrund seiner Gefährlichkeit zählt der Grüne Knollenblätterpilz weltweit zu den Arten, die für die meisten tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen verantwortlich sind. Besonders riskant ist, dass er im jungen Stadium leicht mit beliebten Speisepilzen wie Champignons, Täublingen oder Grünlingen verwechselt werden kann. Ökologisch betrachtet ist die Art dennoch wertvoll, da sie über ihr unterirdisches Pilzgeflecht eine sogenannte Mykorrhiza mit Bäumen bildet und ihnen dabei hilft, Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen. In der Forschung wird intensiv nach wirksamen Gegenmitteln gesucht, wobei in den vergangenen Jahren bereits vielversprechende Ansätze zur Behandlung von Vergiftungen gefunden wurden.

Weitere Bilder

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Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) - giftig

 

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Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) - giftig

 

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Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) - giftig

 

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Foto(s):  Holger Gröschl (4)
Aktualisiert:  25.09.2026

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