Gemeiner Schnellschwimmer
(Agabus bipustulatus)
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d6870 |
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Ordnung |
Coleoptera (Käfer) |
| Familie |
Dytiscidae (Schwimmkäfer) |
| Größe |
Körperlänge 8 bis 11 mm |
| Verbreitung |
große Teile der Paläarktis, fast ganz Europa, Nordafrika, Naher Osten, Teile Westasiens |
| Weblink(s) |
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Aussehen Der Gemeine Schnellschwimmer besitzt einen flach ovalen, stromlinienförmigen Körper, der gut an das Leben im Wasser angepasst ist. Die Grundfarbe ist meist dunkelbraun bis schwarzbraun, während Fühler und Mundtaster oft rötlich gefärbt sind. Am hinteren Kopfbereich können zwei rötliche Flecken vorhanden sein, die für den wissenschaftlichen Artnamen typisch sind. Die Hinterbeine sind kräftig und zu ruderartigen Schwimmbeinen umgebildet, mit deren Hilfe sich der Käfer sehr schnell im Wasser fortbewegen kann.
Lebensraum Dieser Schnellschwimmer besiedelt eine große Bandbreite an Gewässern und gilt als sehr anpassungsfähige Art. Er kommt in Teichen, Tümpeln, Gräben, Moorgewässern, Viehtränken sowie in kleinen Bächen und sogar zeitweise austrocknenden Pfützen vor. Besonders häufig findet man ihn in flachen, vegetationsreichen Uferzonen, wo er zwischen Wasserpflanzen Deckung und Jagdmöglichkeiten findet.
Lebensweise Die erwachsenen Käfer sind ausgezeichnete Schwimmer und tauchen aktiv nach Beute. Sie holen regelmäßig Luft an der Wasseroberfläche, die unter den Flügeldecken gespeichert wird. Die Fortpflanzung erfolgt im Wasser, wo die Weibchen ihre Eier ablegen. Die räuberischen Larven entwickeln sich ebenfalls im Wasser und wachsen über mehrere Stadien heran, bevor sie sich zur Verpuppung in den Boden am Ufer eingraben.
Nahrung Der Gemeine Schnellschwimmer ist ein räuberischer Wasserkäfer. Sowohl die erwachsenen Tiere als auch die Larven jagen kleine Wasserorganismen. Zur Beute gehören vor allem Insektenlarven, insbesondere Mückenlarven, aber auch andere kleine wirbellose Tiere und geschwächte Wasserbewohner.
Sonstiges Die Art ist in vielen Regionen häufig und gilt als typischer Vertreter der Schwimmkäfer in stehenden Gewässern. Da sie häufig kranke oder geschwächte Tiere erbeutet, trägt sie zur natürlichen Regulierung von Wasserorganismen bei. Interessant ist außerdem, dass die Käfer zeitweise auch außerhalb des Wassers im feuchten Boden überdauern können, wenn ein Gewässer austrocknet.
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