Bilder der Ordnung Coleoptera (Käfer)
Info
 

Familie | Cerambycidae (Bockkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Scheckhornbock
(Agapanthia villosoviridescens)

Der häufige, hell-dunkel behaarte und fleckig wirkende Scheckhornbock wird auch Nessel- oder Distelbock genannt, seine Larven entwickeln sich in verschiedenen krautigen Pflanzen, vor allem in Disteln, aber nicht in Holz.
Dunkler Zierbock
(Anaglyptus mysticus)

Dieser schmale Bockkäfer besitzt einen behaarten Körper und ist variabel schwarzbraun-weiß gezeichnet. Meist sind die Flügeldecken im vorderen Bereich rotbraun gefärbt. Es kommen aber auch Exemplare ohne die teilweise rotbraune Färbung vor. Im mittleren Teil sind 3 schräg gebogene unterschiedlich breit geformte grauweiße Binden charakteristisch. Besiedelt werden Lichtungen und Waldränder in Laub- und Mischwäldern, Parks oder auch Gärten. Die Käfer sind Doldenblütenbesucher, sie kommen häufig auf Weißdorn vor seltener auf anderen Blüten oder Sträuchern.
Moschusbock
(Aromia moschata)

Die Käfer sind unverwechselbar und durch Größe, den schlanken Körper und ihrer metallischen Färbung leicht kenntlich. Der Moschusbock ist von Juni bis August an Weiden oder auf Blüten anzutreffen. Die Imagines leben nur wenige Wochen. Er in der Lage ein moschusartig riechendes aromatisches Sekret abzugeben was auch zu seiner Namensgebung führte.
Gemeiner Widderbock
(Clytus arietis)

Dieser häufige und sehr flüchtige Bockkäfer ist von gestreckter Gestalt und charakterisiert durch eine wespenähnliche schwarz-gelber Zeichnung. Er wird 7 bis 14 mm groß, ist häufig und kommt in Laubmischwäldern vor. Fressfeinde sollen durch seine Warnfarben abgeschreckt werden. Die Verpuppung der Larven erfolgt 10 cm tief in Eichen- Buchen- oder Haselnussholz.
Roter Halsbock
(Corymbia rubra)

Der Käfer ist ca. 1 cm groß (Weibchen bis 2 cm). Der Lebensraum sind Wiesen in Waldnähe. Er ist häufig an Korbblütern wie Schafgarbe zu finden. Die Larven leben vorwiegend von Holz.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Cerambycidae (Bockkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Braungrauer Splintbock
(Leiopus nebulosus)

Der Braungrauer Splintbock oder Braungrauer Laubholzbock besitzt variabel gefärbte und gepunktete Flügeldecken. Neben einer grau-braun gefleckten Zeichnung ist ein unbegrenztes Querband sichtbar. Man trifft die häufigen Käfer in niedriger Vegetation oder auf trockenen Ästen in Wäldern, Gärten und Streuobstwiesen von Ende April bis August an. Blüten werden nicht aufgesucht.
Vierbindiger Schmalbock
(Leptura quadrifasciata)

Kennzeichnend für diesen Bockkäfer sind die gelbroten zackigen Querbänder auf den schwarzen Flügeldecken, die dem Käfern ein wespenähnliches Aussehen verleiht. Dieser Schmalbock kommt bei uns überall vor, man findet die Käfer von Juli bis August auf Blüten und an altem Holz. Die Larven entwickeln sich in Holz verschiedener Laubbäumen.
Larve
Sägebock
(Prionus coriarius)

Der stattliche Säge- oder Gerberbock ist braun bis schwarzbraun gefärbt und hat einen leicht glänzend-schimmernden Panzer. Die Tiere besitzen dicke, beim Männchen stark gesägte Fühler. Die Imagines kann man einzeln von Juli bis August, seltener auch im September antreffen. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen das Licht an. Tagsüber verstecken sie sich unter Baumstämmen oder Rinde.
Gelbbindiger Zangenbock
(Rhagium bifasciatum)

Der Gelb- oder Zweibindige Zangenbock gehört zu den häufigeren mitteleuropäischen Bockkäferarten und ist an den großen dunklen Punkten in der Mitte der Flügeldecken gut zu erkennen. Er fliegt auf Blüten, um dort Pollen und kleine Blütenteile abzunagen. Die im Holz lebenden Larven verpuppen sich meist nach 2 Jahren.
Eichenzangenbock
(Rhagium sycophanta)

Dieser 17 bis 30 mm große Zangenbock hat eine gelbbraune Behaarung und ist die größte Art der Gattung. Man findet den bei uns nicht seltenen Käfer von Mai bis Juni auf Eichen aber auch auf anderem Holz. Unter der Rinde von Eichenstubben, seltener von anderen Laubbäumen, werden die Eier abgelegt. Die Käfer fliegen auch Blüten an (Doldenblütler), um dort Pollen und kleine Blütenteile abzunagen.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Cerambycidae (Bockkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Pärchen
Gefleckter Schmalbock
(Rutpela maculata)

Die Zeichnung dieses schlank gebauten Bockkäfers ist sehr variabel. Die meist gelb-schwarze Färbung der Deckflügel kann bei manchen Exemplaren auch komplett schwarz oder hell sein. Kennzeichnend sind die abwechselnd gelb-schwarz gefärbten Beine und fadenförmigen Fühler. Die Käfer sind von Mai bis August häufig auf Blüten zu finden. Bei Gefahr können die Tiere Zirplaute von sich geben, indem sie ihre Hinterbeine und Deckflügel aneinander reiben (Stridulation). Die Imagines ernähren sich von Pollen und Nektar der besuchten Blüten (häufig Doldenblütler). Nahrung der Larven ist morsches Laubholz.
Leiterbock
(Saperda scalaris)

Dieser sehr variabel gezeichnete Käfer besitzt ein auffälliges Muster auf den schwarzen Flügeldecken. Die Färbung der Haarflecken auf den Flügeln ist meist gelbgrün, seltener gräulich. Die Imagines sind von April bis Juli/August auf Blättern und der Rinde von Zweigen ihrer Bruthölzer anzutreffen. Seltener findet man sie auf Blüten.
Waldbock
(Spondylis buprestoides)

Von Juni bis September lebt der »Waldbock« oder »Rollenschröter« tagsüber meist versteckt unter loser Rinde. Die nachtaktive Art entwickelt sich in Nadelholzstümpfen und -stämmen (meist Kiefern seltener Fichten) und ist überall recht häufig.
 

Familie | Scarabaeidae (Blatthornkäfer)  

Gerippter Brachkäfer
(Amphimallon solstitiale)

Dieser 1,4-1,8 cm dicht behaarte Käfer schwärmt an warmen Juniabenden bei Einbruch der Dunkelheit in großer Anzahl aus. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von den Wurzeln von Gräsern und Wildkräutern, die Gesamtentwicklung dauert 2-3 Jahre.
Weibchen
Feldmaikäfer
(Melolontha melolontha)

Die Käfer besitzen rotbraune starre Deckflügel, unter denen geschützt zwei dünne Hautflügel liegen. Charakteristisch ist das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite. Neben dem Hinterleibsende lässt sich das Geschlecht gut an den auffälligen rotbraunen Fühlern unterscheiden. Die kleineren Weibchen haben nur sechs Blättchen an den Fühlern, während es sieben bei den Männchen sind. Die Flugzeit der Maikäfer erstreckt sich von Ende April bis Anfang Juni. Sie Käfer schwärmen im Frühling fast gleichzeitig in der Abenddämmerung aus und sammeln sich an jungen Trieben von Laubbäumen. Die Eier legen sie in kleinen Erdhöhlen im Wiesenboden ab. Nach der Eiablage sterben die Weibchen, die Männchen unmittelbar nach der Begattung.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Scarabaeidae (Blatthornkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Männchen
Nashornkäfer
(Oryctes nasicornis)

Das Männchen der Nashornkäfer trägt ein nach hinten gebogenes Horn, während die Weibchen ein kleineres glattes Hornschild aufweisen. Die Larven entwickeln sich in Eichenwäldern in vermodernden Stubben, zuweilen finden sich Entwicklungsstätten aber auch in Sägemehl oder Kompost.
Eremit
(Osmoderma eremita)

Der Eremit hat einen kompakten Körper mit dunkler Färbung und einen schwach metallischen Schimmer. Lebensräume sind Eichen- und Buchenwälder, Parks, Alleen und Streuobstwiesen mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz. Er wird auch als "Juchtenkäfer" bezeichnet. Seine Sexuallockstoffe riechen wie Juchtenleder, oder auch leicht nach Aprikose.
Trauer-Rosenkäfer
(Oxythyrea funesta)

Diese durch ihre glänzend schwarze Färbung gekennzeichnete Art besitzt auf den Deckflügeln viele kleine weißliche Flecken. Am Halsschild sind 6 Flecken charakteristisch, die in Längsreihen parallel angeordnet sind. Bei den jungen Käfern ist die deutlich weißliche Behaarung recht lang, ältere Tiere haben oft eine kahle und abgeriebene Oberfläche.
Gartenkäfer
(Phyllopertha horticola)

Der sehr häufige Garten- oder Gartenlaubkäfer hat einen dicht behaarten Körper und braune Flügeldecken, während Halsschild und Kopf dunkel grünblau schillernd sind. Die Käfer sind tagaktiv und leben in an Waldrändern, auf Feldern in Gärten und Wiesen und tauchen im Mai und Juni auf. Sie fressen Blätter und können an Obstbäumen oder Rosen schädlich werden. Die Larven leben an Wurzeln von Gräsern oder Klee.
Rosenkäfer
(Protaetia metallica)

Die Oberseite des 14-20 mm großen Rosenkäfers ist variable grün bis golden gefärbt. Er ernährt sich von Pollen und Nektar, ist von April bis September anzutreffen und wird nach Norden hin seltener. Die Larven leben am Boden häufig in Baummulm.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Scarabaeidae (Blatthornkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Junikäfer
(Rhizotrogus marginipes)

Die Färbung des Junikäfers ist sehr variabel. Die Flügeloberseite ist gelblich-braun bis rot-braun. Die Junikäfer sind am häufigsten in den Niederungen anzutreffen. Sie schwärmen wie die Maikäfer abends in der Dämmerung. Die Käfer ernähren sich vom Gewebe der Blätter. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von den Wurzeln der Gräser und Wildkräuter.
Pinselkäfer
(Trichius zonatus)

Der Körper des schwarz-gelb gezeichneten Pinselkäfers ist dicht behaart. Er ist mit den Rosenkäfern nahe verwandt. Man trifft ihn von Juni bis Juli auf Blüten von Disteln, Margeriten u. a. Sie fressen Pollen und Blütenteile. Die Larven entwickeln sich in moderndem Holz.
 

Familie | Chrysomelidae (Blattkäfer)  

Weibchen
Blauer Erlenblattkäfer
(Agelastica alni)

Der meistens schwarzblau, manchmal violette Käfer ist ein typischer Bewohner feuchter Biotope. Er ist überall häufig. Die fruchtbaren Weibchen können im Mai und Juni bis zu 900 Eier legen. Die schwarzen Larven fressen hauptsächlich an Erle und können die Blätter bis auf die dicken Rippen abfressen.
Grüner Schildkäfer
(Cassida viridis)

Der Grüne Schildkäfer hat einen flachen schildförmig verbreiterten mattgrünen Körper. Man findet Larven und Käfer auf krautigen Pflanzen, auf denen sie sich auch verpuppen. Sie sind durch ihre grünlichen Färbung und der flachen Gestalt sehr gut getarnt. Die Larven ernähren sich wie die ausgewachsenen Tiere und fressen mitunter große Löcher in die Nahrungspflanzen.
Minzeblattkäfer
(Chrysolina herbacea)

Der variabel gefärbte Blattkäfer besitzt einen glatten und gerundeten Körper. Die Färbung reicht von leuchtend grün über metallisch blaugrün bis violett. Seltener sind kupferfarbene Exemplare oder schwärzliche mit blauem Schein. Der Halsschild und die Flügeldecken sich stark punktiert. Der Minzeblattkäfer ist von Mai bis September auf verschiedenen Minzearten (Mentha) zu finden. Er ist bei uns weit verbreitet aber nicht überall häufig und kommt unter anderem auf Feuchtwiesen aber auch im Siedlungsbereich vor.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Chrysomelidae (Blattkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Rotsaum-Blattkäfer
(Chrysolina sanguinolenta)

Dieser recht dunkle Blattkäfer ist durch einen bis zu den Schultern reichenden roten Saum gekennzeichnet. Man kann die Käfer von März bis Oktober antreffen. An sonnigen Tagen findet man die Imagines auf den Wirtspflanzen (Leinkräuter), dort entwickeln sich auch die Larven
Seidiger Fallkäfer
(Cryptocephalus sericeus)

Der Seidige oder Grünblaue Fallkäfer ist durch seine vorn und hinter abgestutzte zylindrische Körperform gekennzeichnet. Der Panzer glänzt metallisch in verschiedenen Farben. Die Namensgebung »Fallkäfer« beruht auf ihrem Verhalten sich bei Gefahr blitzschnell von Blüten und Blättern fallen zu lassen.
Ovaläugige Blattkäfer
(Dlochrysa fastuosa)

Der bei uns überall häufige und schöne Blattkäfer hat einen ovalen Körper und besitzt eine sehr veränderliche metallische Färbung. Es kommen Exemplare mit Kombinationen von grünen, goldgrünen, blauvioletten oder auch roten Tönen vor. Er bewohnt offenes oder buschreiches Gelände und ist auf Hecken, Feld- und Waldwegen ebenso wie auf Brachland oder an Waldrändern anzutreffen. Man findet die recht trägen und ungern fliegenden Käfer von April bis Ende August überall wo seine Wirtspflanzen (Gemeiner Hohlzahn, verschiedene Taub- und Brennnesselarten) wachsen.
Rainfarnblattkäfer
(Galeruca tanaceti)

Die schwarzen Käfer sind leicht glänzend und tragen auf den Flügeldecken deutliche oder wenigstens angedeutete Rippen. Sie verlassen ihre Schlupfwinkel in der Regel während der Dämmerung und nicht selten während trüben Wetters. Von Juni bis September sind sie überall nicht selten auf niedrigen Pflanzen anzutreffen.
Ampferblattkäfer
(Gastroidea viridula)

Der Ampferblattkäfer hat meistens metallisch-grüne Flügeldecken, während Kopf und Halsschild bläulich sind. Die Variabilität der Färbung ist aber sehr groß. Die Wirtspflanzen der Larven und Imagines sind u. a. Knöterich- und Gänsefußgewächse. Innerhalb eines Jahres entwickeln sich 3 Generationen, so dass Käfer und Larve gleichzeitig auf der Wirtspflanze anzutreffen sind.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Chrysomelidae (Blattkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Kartoffelkäfer
(Leptinotarsa decemlineata)

Die ursprüngliche Heimat des jetzt weltweit verbreiteten Kartoffel- oder Coloradokäfers ist Nordamerika. Er kommt auf Kartoffelfelder als auch in Laubmischwäldern vor. Als Nahrung dienen verschiedene Nachtschattengewächse. Ab April/Mai beginnen die Käfer an jungen Kartoffelpflanzen zu fressen und Eier zu legen. Das Weibchen legt mehrere 1000 Eier, aus denen sich die gefräßigen Larven schnell entwickeln.
Lilienhähnchen
(Lilioceris lilii)

Dieser kleine Blattkäfer besitzt breite gelackt zinnoberrote Flügeldecken, die längs von lockeren feinen schwarzen dunklen Grübchen überzogen sind. Er ist häufig in lichten Laubwäldern und Gärten anzutreffen. Man findet die Tiere von April bis Juni und später im September auf den Fraßpflanzen. Das Lilienhähnchen ist in der Lage, bei Störung durch Stridulation Töne zu erzeugen.
Gelber Weidenblattkäfer
(Lochmaea caprea)

Der bei uns überall häufige Gelbe Weidenblattkäfer hat einen braungelben Körper und ist oberseits kahl. Er lebt vorwiegend auf Weiden, man findet die Käfer aber auch auf Pappel und Birke oder auf blühendem Weißdorn. Von April bis September ist er anzutreffen.
Pappelblattkäfer
(Melasoma populi)

Der gut 1 cm große Pappelblattkäfer ist in Europa weit verbreitet (gebietsweise Massenvermehrung in Pappelmonokulturen). Das Weibchen legt ca. 30 bis 60 Eier, aus denen schwarze Larven schlüpfen, die die Blätter verschiedener Pappelsorten bis auf die Rippen abfressen
Tatzenkäfer
(Timarcha tenebricosa)

Der Tatzenkäfer wird auch als »Labkraut-Blattkäfer« bezeichnet und ist der größte Blattkäfer (Chrysomelidae) in Mitteleuropa. Er besitzt einen fast kugeligen konvex geformten Körper und erinnert an die Gestalt der Mistkäfer (Geotrupidae). Im Gegensatz zu den Mistkäfern besitzen Tatzenkäfer aber deutlich längere Fühler. In wärmeren Regionen im Hügelland sind die Käfer nicht selten. Sie leben auf Trockenrasen oder an Waldrändern in niedriger Vegetation. Die Larven als auch die Käfer fressen an Labkraut.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Carabidae (Laufkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Sechspunkt Putzkäfer
(Agonum sexpunctatum)

Dieser flache Laufkäfer ist farblich sehr variabel, meist kommen aber Exemplare mit rotgoldenen Flügeldecken und einem intensiv grün leuchtenden Kopf und Halsschild vor. Fühler und Beine sind schlank. Er ist in ganz Mitteleuropa meist häufig, bevorzugt warme und feuchte Habitate und ist in Feuchtwälder ebenso zuhause wie in Gewässernähe und sumpfigen Gelände.
Kopfkäfer
(Broscus cephalotes)

Kennzeichnend für diesen schwarz glänzenden Laufkäfer ist der große Kopf, der vorn breit ist und hinten ein zusammenlaufendes Halsschild hat. Die Käfer haben kurze Fühler und besitzen kräftige Mundwerkzeuge. Sie kommen auf kargen sandigen Böden vor und leben tagsüber verborgen in gegrabenen Erdhöhlen. Erbeutet werden kleine Insekten und Insektenlarven.
Goldlaufkäfer
(Carabus auratus)

Der Goldlaufkäfer besitzt eine glänzend goldgrüne Färbung und einen lang-eiförmigen Hinterleib. Auf den Flügeldecken verlaufen je 3 kräftige Längsrippen. Die Weibchen der tagaktiven und flinken Käfer legen ca. 50 Eier. Die daraus schlüpfenden Larven häuten sich dreimal und verpuppen sich im Boden. Die Beutetiere (Insektenlarven, Schnecken und Regenwürmer) werden mit den Zangen ergriffen, vor dem Mund verdaut und dann ausgesaugt.
Lederlaufkäfer
(Carabus coriaceus)

Dieser 3-4 cm große, tiefschwarze Laufkäfer hat gerunzelte Flügeldecken und große Oberkieferzangen. Er kommt oft in Laubwäldern vor, in denen er meist nachts räuberisch Jagd auf Insekten und Schnecken macht. Tagsüber findet man ihn unter Baumrinden, feuchtem Laub oder Steinhaufen.
Körniger Laufkäfer
(Carabus granulatus)

Dieser weit verbreitete Laufkäfer ist in der Färbung sehr variabel, es kommen messingbraune, kupferne und manchmal auch fast ganz schwarze Exemplare vor. Den Körnigen Laufkäfer trifft man auf Wiesen und Feldern an. Er hat als großer Räuber einen immensen Tagesbedarf und jagt Insekten, Würmer und Schnecken, oft werden auch die Puppen und Imagines der Kartoffelkäfer gefressen, aber auch Aas wird nicht abgelehnt.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Carabidae (Laufkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Hainlaufkäfer
(Carabus nemoralis)

Dieser kurz und gedrungen gebaute häufige Laufkäfer ist meist bronzebraun bis schwarzgrün gefärbt. Er lebt in feuchten Wäldern und Feldern aber auch an feuchten Stellen in Gärten. Als ausgesprochener Räuber vertilgt er die verschiedensten Insektenarten, Schnecken und Würmer. Aber auch süße Säfte, z. B. aus Fallobst, werden nicht verschmäht.
Goldleiste
(Carabus violaceus)

Die »Goldleiste« wird auch »Violetter Laufkäfer« genannt und hat eine gedrungene Gestalt. An den Rändern der Brust und der ungestreiften Flügeldecken sind blauviolette Färbungen zu erkennen. Die Tiere sind von der Ebene bis ins Gebirge anzutreffen, meist im Wald, nur gelegentlich im offenen Gelände. Der Käfer und seine Larven leben räuberisch.
Pärchen
Feldsandlaufkäfer
(Cicindela campestris)

Der in der Färbung variable Käfer hat meist eine leuchtend grüne Körperoberseite mit einem oder mehreren paarigen hellen Flecken. Er kommt auf trockenen sandige Böden, Heide- und Moorgebieten, alten Kiesgruben, oder warmen Waldränder vor. Die Käfer jagen mit ihren Kieferzangen Insekten und Spinnen. Auch die Larven haben ein weitestgehend gleiches Nahrungsspektrum und ziehen Raupen und andere Insektenlarven in ihre Röhren.
Brauner Sandlaufkäfer
(Cicindela hybrida)

Dieser Sandlaufkäfer bevorzugt sandige, trockene und sonnenbeschienene Stellen mit spärlicher Vegetation. Der Käfer ernährt sich von anderen Insekten, die er mit seinen kräftigen Zangen ergreift. Die Käfer findet man von April bis September. Wenn sich dieser Käfer bedroht fühlt, fliegt er sofort auf.
Körniger Schaufellaufkäfer
(Cychrus caraboides)

Der Körnige Schaufellaufkäfer hat einen schwarz gefärbten Körper und einen rundlichen Hinterleib sowie grob gekörnte Flügeldecken. Kennzeichnend ist der stark langgestreckte Kopf, der das Fressen von Schnecken (Hauptnahrung) erleichtert. Die Käfer sind Bewohner von Nadel- und Laubwäldern und häufig an feuchten Stellen anzutreffen. Sie sind nachts aktiv und fliegen nicht. Die Tiere können bei Erregung gut hörbare Laute erzugen, sie stridulieren. Bei Gefahr kann eine stark stinkende Flüssigkeit abgesondert werden.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Carabidae (Laufkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Kl. Uferläufer
(Elaphrus riparius)

Der Kleine Uferläufer sieht kleinen Sandlaufkäfern sehr ähnlich. Auffällig ist der große Kopf mit vorgequollenen, aber seitlich stehenden Augen. Die zierlichen Käfer laufen sehr schnell umher und leben an schlammigen Gewässerufern und feuchten Uferauen.
Schwarzer Enghalskäfer
(Limodromus assimilis)

Dieser sehr häufige schwarze Laufkäfer besitzt geriefte Flügeldecken und hat braune Fühler und Beine. Er bevorzugt feuchte Lebensräume wie kühlere Laubwälder und nasse Wiesen aber auch in Heidegebieten, auf Feldwegen oder in Parks und Gärten kann man ihn finden. Er ist ein nachtaktiver Räuber, der sich tagsüber häufig unter Moos, loser Rinde oder moderndem Holz versteckt. Larven und Imagines leben räuberisch, Nahrung bilden Insekten.
Kupferfarbene Buntgrabläufer
(Poecilus cupreus)

Die Käfer haben eine schwarze Grundfärbung und schimmern in bronze-, kupfer- oder bläulich-violetten Metallglanz. Die Beine sind meist schwarz, seltener bräunlich. Diese häufigen Käfer laufen auf Wegen, in Feldern und an Waldrändern umher und man kann sie unter Steinen oder Holz oft finden. Im Hochgebirge ist er nicht anzutreffen. Der Laufkäfer lebt hauptsächlich räuberisch, seltener auch von pflanzlichen Teilen. Die Überwinterung erfolgt als fertiger Käfer (Imago) im Boden.
 

Familie | Elateridae (Schnellkäfer)  

Mausgrauer Schnellkäfer
(Adelocera murina)

Dieser 12-17 mm große Schnellkäfer hat einen schwarzbraun gefärbten Körper, der mit feinen weißlich grauen und bräunlich rostfarbenen Schuppen bedeckt ist. Er ist von April bis in den Herbst anzutreffen und lebt in Wäldern, Gärten und auf Wiesen. Seine Larven (Drahtwürmer) erreichen die doppelte Größe der Imago, bis
Blutroter Schnellkäfer
(Ampedus sanguineus)

Kennzeichnend für diesen vergleichsweise großen Schnellkäfer sind seine leuchtend roten Flügeldecken, die mit Längsreihen versehen und punktiert sind. Der Körper hat eine länglich-schmale Form und ist mit feinen Härchen bedeckt. Im Frühjahr kann man die Tiere unter Baumrinden entdecken. Aktiv ist er von Mai bis Juli und dann oft auf Doldenblütengewächsen zu finden. Die Larven leben im Mulm abgestorbener Bäume (Eichen, Buchen, Fichten).
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Elateridae (Schnellkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Rotbauchige Laubschnellkäfer
(Athous haemorrhoidalis)

Dieser Schnellkäfer ist am gesamten Körper fein hell behaart und besitzt eine braunschwarze bis schwarzer Grundfarbe. Die Beine und Flügeldecken sind meist etwas aufgehellt, der Bauch an den Seiten rötlich gerandet. Meist sind die Männchen schlank und schmal, die Weibchen dagegen breiter mit einem kugeligen Halsschild. Die Larven (Drahtwürmer) leben sowohl unter Laub und Moos und im Boden als auch unter der Rinde abgestorbener Bäume.
Schwarzer Schnellkäfer
(Athous niger)

Der schlanke glänzend schwarze Schnellkäfer bewohnt Laubwälder und Wiesen. Die tagaktiven Tiere kann man bei der Balz und Paarung auf Blüten beobachten. Die Larven sind als »Drahtwürmer« bekannt, leben am Boden und fressen Wurzeln.
Glanzschnellkäfer
(Selatosomus aeneus)

Glanzschnellkäfer sind metallisch gefärbt und können kupfer- bis messingartig glänzen. Einige Individuen sind grün-bläulich oder auch schwarz. Oft hat der fein punktierte Halsschild eine andere Färbung als die längs gefurchten Flügeldecken. Die Tiere sind im offenen Gelände vom Frühjahr bis zum Sommer meist am Boden, unter Steinen und Rinden oder in der niedrigen Vegetation zu finden.
 

Familie | Coccinellidae (Marienkäfer)  

Zweipunkt-Marienkäfer
(Adalia bipunctata)

Diese Marienkäferart ist besonders farbvariable, die Färbung der Käfer bestimmen mehrere Gene. Schwarze Formen pflanzen sich gegenüber den roten aktiver fort, während letztere den Winter besser überstehen. Käfer wie Larven ernähren sich von Blattläusen.
Siebenpunkt-Marienkäfer
(Coccinella septempunctata)

Dieser bekannteste Marienkäfer hat eine halbkugelige Gestalt und variiert in der Gesamtfärbung nur wenig. Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit und Häufigkeit sowie seinem Nahrungsspektrum hat der Siebenpunkt-Marienkäfer eine außerordentliche Bedeutung als natürlicher Regulator von Blattläusen. Über 600 Blattläuse werden während der etwa vierwöchigen Entwicklungszeit vertilgt.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Coccinellidae (Marienkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Vierfleckiger Kugelmarienkäfer
(Exochomus quadripustulatus)

Der sehr variable Käfer besitzt einen oval gewölbten Körper und sehr kurze Fühler. Auf jeder Flügeldecke trägt er 2 rote (seltener gelbe) Punkte. Die Punkte nahe der Schulter haben die Form eines spiegelverkehrten Kommas, die hinteren sind kleiner und abgeflacht. Die nützlichen Käfer fressen sowohl als Larven als auch als Imagines Schild- und Blattläuse.
Pärchen
Asiatischer Marienkäfer
(Harmonia axyridis)

Der Asiatische Marienkäfer ist extrem variabel. Es kommen Exemplare mit gelben, roten oder diversen Zwischentönen gefärbten Deckflügeln vor. In der Regel besitzt er 19 schwarze Punkte, die aber auch ganz fehlen können. Charakteristisch ist der in der Mitte durch eine schwarze »M«- bzw. »W«-Zeichnung markierte Halsschild. In Europa sind die Käfer seit 2001 nachgewiesen, ab 2002 wird er häufig auch in Westdeutschland beobachtet. Die Tiere sind invasiv und haben durch eine spezielle Krankheitsresistenz einen großen Selektionsvorteil gegenüber den einheimischen Marienkäfern, die dadurch mehr und mehr verdrängt werden.
Vierzehnpunkt-Marienkäfer
(Propylaea quatuordecimpunctata)

Der Käfer wird 3,5 bis 4,5 mm groß und trägt vorn auf dem Kopf einen dreieckigen schwarzen Fleck, der manchmal den ganzen Kopf bedeckt. Die 4 bis 8 auf dem Halsschild liegenden schwarzen Flecken gehen oft ineinander über, Auch die schwarzen, eckigen Flecken auf den Flügeldecken variieren in Form und Anzahl. Er gehört bei uns zu den häufigsten Marienkäfern und vertilgt die verschiedensten Blattlausarten.
Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer
(Psyllobora vigintiduopunctata)

Gekennzeichnet ist dieser auffällige Marienkäfer durch seinen kreisrunden Körper und den zitronengelb mit je 11 schwarzen Punkten gefärbten Deckflügeln. Die Tiere ernähren sich von Mehltaupilzen und gelten als Nützlinge.
Sechzehnpunkt-Marienkäfer
(Tytthaspis sedecimpunctata)

Dieser Marienkäfer trägt auf den Flügeldecken je acht schwarze Punkte, die teilweise miteinander verschmolzen sind. Der kugelige stark gewölbte Körper ist cremefarben, die Naht der Flügeldecken ist schwarz. Dieser weit verbreitete Käfer ist von März bis Oktober anzutreffen. Große Ansammlungen vom Sechzehnpunkt-Marienkäfern kann man an günstigen Überwinterungsplätzen beobachten.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Pyrochroidae (Feuerkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Scharlachroter Feuerkäfer
(Pyrochroa coccinea)

Die Fühler dieses 1,5-1,8 cm großen Käfers sind kräftig und kammförmig gezähnt. Die Larven sind flach gebaut und jagen die Larven von Bock- und Prachtkäfern. Die Käfer ernähren sich von Blütenpollen.
 

Familie | Geotrupidae (Mistkäfer)  

Waldmistkäfer
(Anoplotrupes stercorosus)

Der Waldmistkäfer ist eine häufig vorkommende Art und oft in Buchenwäldern anzutreffen. Er wird 12 bis 19 mm groß und besitzt eine schwarzblaue Färbung. Die Deckflügel variieren seitlich von blau bis violett oder grün. Sein Flug ist recht schwerfällig. Kennzeichnend ist die ausgeprägte Brutpflege, die Imagines graben Gänge, in denen sie Nahrungsvorräte für sich und die zukünftigen Larven anlegen. Waldmistkäfer ernähren sich von Kot, gelegentlich werden aber auch Pilze oder Baumsäfte nicht verschmäht.
Frühlingsmistkäfer
(Geotrupes vernalis)

Der häufig in dunkelblau oder violett schillernde ca. 2 cm große Frühlingsmistkäfer baut 7-8 cm tiefe Brutstollen, die am Grund zahlreiche Seitengänge haben, in denen das Weibchen jeweils 1 Ei ablegt und anschließend mit Kot auffüllt. Die Larven und Käfer ernähren sich von Mist.
Männchen
Stierkäfer
(Typhoeus typhoeus)

Die Käfer kommen in sandigen Heidegebieten und lichten Kiefernwäldern vor, sind aber nicht besonders häufig. Die Weibchen graben einen 1 - 1,5 m tiefen Stollen, in den bevorzugt Kaninchenkot eingebracht wird. Der Geschlechtsunterschied ist stark ausgeprägt, die Männchen sind stark gehörnt.
 

Familie | Staphylinidae (Kurzflügler)  

Kaiserliche Kurzflügler
(Staphylinus caesareus)

Die imposante Erscheinung dieses schönen Kurzflüglers hat einen schwarzen schlanken Körper, rote Flügeldecken und auf dem Hinterleib goldgelbe Haarflecken. Die Käfer sind an warmen, trockenen Stellen auf Waldboden anzutreffen. Der flugfähige Kaiserliche Kurzflügler hat seine Flügel versteckt unter den kurzen Deckflügeln zusammengefaltet.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Tenebrionidae (Schwarzkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Weibchen
Wollkäfer
(Lagria hirta)

Der häufige dicht behaarte Wollkäfer ist mit einer weichen bräunlich gefärbten Körperdecke ausgestattet und kommt in lichten Misch- und Laubwälder und an feuchten Standorten vor. Bei der geringsten Störung lassen sich die Käfer von den Pflanzen zu Boden fallen und stellen sich tot. Seine Larven ernähren sich von abgefallenen Blättern. Die Käfer leben in Symbiose mit Mikroorganismen, um die Zellulose als Nahrung nutzen zu können.
Mehlkäfer
(Tenebrio molitor)

Der mittelgroße Mehlkäfer hat eine braun bis schwarze Körperfarbe. Der Mehlkäfer ist bei uns auch im Freien nicht selten und lebt in Baumstubben, im Mulm alter Laubbäume und in Vogelnestern. Am häufigsten kommt er aber in der Umgebung des Menschen vor. Mehlkäfer fliegen abends und in der Nacht umher und werden vom Licht angezogen, tagsüber verbergen sie sich. Die hell-mittelbraunen Larven sind als »Mehlwürmer« bekannt. Sie haben eine wurmartig gestreckte Erscheinung, kurze Beine und eine harter Kopfkapsel am Vorderende.
 

Familie | Curculionidae (Rüsselkäfer)  

Haselnussbohrer
(Curculio nucum)

Dieser verbreitete Rüsselkäfer hat einen rundlich-ovalen braunen Körper, der dicht mir braunen bis gelblichen Schuppen bedeckt ist. Kennzeichnend ist sein langer gebogener Rüssel. Die Käfer erscheinen im Mai und fressen an Blättern verschiedener Sträucher. Die Weibchen legen ihre Eier an junge Haselnüsse, die von den Larven aufgefressen werden.

Hinweis: Es ist nicht ganz sicher, dass es sich bei dem Bild wirklich um C. nucum handelt.
Schierlingsrüssler
(Lixus iridis)

Dieser Rüsselkäfer ist gekennzeichnet durch seinen schmalen, langgestreckten nur wenig gewölbten Körper, der fast an eine zylindrische Form erinnert. Die Flügeldecken sind am Ende zu einer deutlichen Spitze ausgezogen. Man findet die Tiere auf feuchten Wiesen und in Ufernähe von Gewässern. Die Käfer erscheinen nach der Überwinterung ab Mai, im Juni legen die Weibchen ihre Eier an Doldengewächsen ab. Die Entwicklung zum Käfer ist im August abgeschlossen.
Luzerne Dickmaulrüssler
(Otiorhynchus ligustici)

Dieser in seiner Gestalt gedrungene Rüsselkäfer ist variabel gefärbt. Die eiformig-gewölbten Deckflügel tragen graue und gelblich-braune Schuppen, die sich zu Flecken und flachen Punktstreifen konzentrieren. Die stellenweise häufige Art ist von Mai bis Juli zu finden. Das Weibchen legt seine Eier in Gelegen von 30 bis 50 Stück direkt auf den Boden. Käfer und Larven treten gelegentlich als Schädling an Kulturpflanzen (Klee- und Luzernekulturen) auf.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Curculionidae (Rüsselkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Schwarzer Fichten-Dickmaulrüssler
(Otiorhynchus niger)

Dieser glänzend schwarze Käfer ist durch seine gelbroten Beine gekennzeichnet (am Schenkelende der Beine ist ein schwarzer Ring sichtbar). Die Flügeldecken sind gepunktet und tragen Grübchenreihen. Habitate sind Laub- und Nadelgehölze. Er ist häufiger im Gebirge. Die flügellosen recht trägen Käfer kann man von April bis August antreffen.
Gefurchter Dickmaulrüssler
(Otiorhynchus sulcatus)

Der Gefurchte Dickmaulrüssler hat eine schwarz gefärbte gerunzelte Oberseite, die mit dunkelbraunen Flecken besetzt ist. Er ist als Schädling von Kulturpflanzen bekannt und kommt nicht selten in Wohnungen vor, da sich die Larven in den Wurzeln von Topfpflanzen entwickeln. Die Einschleppung des dämmerungsaktiven Schädlings erfolgt oft mit dem Substrat oder über getopfte Pflanzen. Eine Besonderheit der Käfer ist die Fähigkeit sich über Jungfernzeugung (Parthenogenese), also nicht sexuell, fortpflanzen zu können.
Silberner Grünrüssler
(Phyllobius argentatus)

Der sehr häufige Silberne Grünrüssler wird auch goldgrüner Blattnager genannt. Kennzeichnend sind die fleckig wirkenden längsgerillten Flügeldecken, die mit kleinen grün oder leuchtend goldgrün gefärbten Schuppen bedeckt sind. Man findet sie in Laubmischwäldern, in Parks und Gärten. Die Käfer leben auf Bäumen und fressen Blätter, während die Larven im Boden an Wurzeln nagen.
Spornblattrüssler
(Phyllobius glaucus)

Der Spornblattrüssler hat eine sehr variable Färbung auf der Oberseite, sie kann von grün, bläulich oder grau bis fast schwarz reichen. Es kommen auch Exemplare mit behaarten oder beschuppten Flügeldecken vor. Die Beine sind rot-braun gefärbt. Der bei uns weit verbreitete Spornblattrüssler kommt häufig in feuchteren Lebensräumen vor. Besonders zahlreich ist er im Frühjahr anzutreffen. Die Larven leben im Boden.
Seidiger Glanzrüssler
(Polydrusus sericeus)

Dieser 5,5 bis 7 mm große Rüsselkäfer hat einen schwarz gefärbten Körper und rötlichbraune Fühler und Beine. Er ernährt sich von verschiedenen Laubbäumen und Sträucher. Die Larven nagen an Wurzeln. Die beiden Rüsselkäfer-Gattungen Phyllobius und Polydrusus unterscheiden sich in der Länge der Vertiefung der Fühlergrube. Die Fühler werden beim Anlegen an den Körper in eine Rille der Fühlergrube gelegt. Bei Poydrusu ist diese Rille deutlich ausgeprägt, bei Phyllobius nur angedeutet.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Curculionidae (Rüsselkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Großer Grauer Blattrandrüssler
(Sitona griseus)

Die meist häufigen Käfer sind von länglicher Gestalt und zeichnen sich durch einen kurzen breiten Kopf und enganliegende Schuppen am Oberkiefer aus. Sandige Habitate wie Heiden, Trockenrasen sind ihr Lebensraum. Futterpflanzen sind Lupine, Ginster oder Hauhechel.
 

Familie | Cantharidae (Weichkäfer)  

Graugelber Weichkäfer
(Cantharis nigricans)

Der Graugelber Weichkäfer wird 8 bis 11 mm groß. Auf dem gelbroten Halsschild trägt er einen schwarzen Fleck. Die Flügeldecken sind samtartig behaart. Die Käfer sind überall häufig und kommen in Wäldern und an Waldrändern vor. Weichkäfer haben einen langsamen, aber sicheren Flug. Als Nahrung dienen kleinere Insekten und deren Larven aber auch Pollen.
Pärchen
Rotgelber Weichkäfer
(Rhagonycha fulva)

Der überall häufige ockerbraune Käfer ist schwer zu bestimmen (16 Arten allein in Mitteleuropa). Die Käfer und deren Larven leben räuberisch von anderen Insekten. Er ist auf den Dolden verschiedener Wiesenblumen anzutreffen.
 

Familie | Endomychidae (Stäublingskäfer)  

Scharlachroter Stäublingskäfer
(Endomychus coccineus)

Dieser bunte Stäublingskäfer ähnelt einem Marienkäfer. Die oft gesellig auftretenden Käfer kommen in feuchten Standorten in allen Laubwäldern vom Gebirge bis in die Niederungen vor. Sie sind auf verrottendem Laub, sich zersetzender Rinde gefällter Stämme oder alten Baumstümpfen von Laubbäumen finden. Auch die Larven sind bunt und auf Baumpilzen anzutreffen.
 

Familie | Silphidae (Aaskäfer)  

Vierpunktiger Aaskäfer
(Dendroxena quadrimaculata)

Diese Aaskäfer besitzt einen recht flachen ovalen Körper, ist an den gelbbraunen Flügeldecken mit den je 2 schwarzen Punkten zu erkennen und in seiner Gattung unverwechselbar. Sie leben räuberisch als Raupenjäger, was für Aaskäfer, die sich in der Regel von zersetzenden pflanzlichen und tierischen Organismen ernähren, recht ungewöhnlich ist. Diese nützliche Käferart vertilgt u.a. Raupen des des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea).
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Silphidae (Aaskäfer)  

Bild Art Beschreibung
Schwarzfühleriger Totengräber
(Necrophorus vespilloides)

Der 1-2 cm große Käfer hat eine rötlichgelb-schwarze Zeichnung, die Feinde abwehren soll. Er hat seinen Namen aufgrund seiner komplizierten Brutpflege an Aas. Der Totengräber kann bei Berührung ein unangenehmes nach Ammoniak riechendes Sekret absondern.
Rothalsige Silphe
(Oeceoptoma thoracica)

Dieser einheimische Aaskäfer ist unverwechselbar. Neben seinem flachen schwarzen Körper ist der breite rötliche Halsschild charakteristisch. Die häufige Rothalsige Silphe hat ihren Lebensraum in verschiedenen Waldtypen und ist als Imagines vom Frühjahr bis in den Herbst anzutreffen. Die Art hat eine besondere Vorliebe für alte Pilze und kommt oft auf den Fruchtkörpern der Stinkmorchel vor.
Schwarzer Schneckenjäger
(Phosphuga atrata)

Kennzeichnend für diesen meist schwarz, seltener braun gefärbten Aaskäfer ist sein schnauzenartig verlängerter Kopf, der sich deutlich vom Rest des Körpers absetzt. Die Käfer halten sich an feuchten Stellen am Boden zwischen Rinde, unter Steinen, im Laub oder Moos auf. Der schmale, verlängerte Kopf zeichnet ihn als Schneckenfresser aus, er kann mit ihm in Schneckengehäuse vorstoßen. Bei Bedrohung zieht der Schwarze Schneckenjäger seinen Kopf ein und sondert eine gelbliches Sekret ab.
Gerippter Totenfreund
(Thanatophilus sinuatus)

Dieser flache Aaskäfer ist gut an dem wie gehämmert aussehenden Halsschild erkennbar. Die Flügeldecken sind gerippt, wobei die äußere Rippe leicht geschwungen verläuft. Die tagaktiven Käfer sind weit verbreitet und in Mitteleuropa überall häufig. Die Art entwickelt sich in 3 Larvenstadien. Es werden 3 Generationen innerhalb eines Jahres gebildet. Larven und adulte Tiere leben nekrophag von Aas.
 

Familie | Dytiscidae (Schwimmkäfer)  

Larve
Gemeiner Furchenschwimmer
(Acilius sulcatus)

Die Furchenschwimmer weisen einen Geschlechtsdimorphismus auf. Bei den Männchen sind die Flügeldecken glatt, während sie bei beim Weibchen behaart und längsgerillt sind. Die Tiere sind weitverbreitet und besiedeln verschiedenste stehende Gewässer. Mit ihrem stromlinienförmigen Körper sind sie exzellente Schwimmer, die praktisch niemals ruhen. Zum Atmen kommen die Käfer an die Wasseroberfläche. Die Larven sind von spindelförmiger Gestalt.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Dytiscidae (Schwimmkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Männchen
Gelbrandkäfer
(Dytiscus marginalis)

Dieser große Schwimmkäfer hat einen gelb umrandeten Halsschild und gelb gerandete Flügeldecken. Die Larven sind noch größere Räuber als die Käfer. Der Entwicklung einer einzigen Gelbrandkäferlarve können bis zu 900 Kaulquappen zum Opfer fallen! Der Käfer kann bis zu 5 Jahre alt werden.
 

Familie | Hydrophilidae (Wasserkäfer)  

Großer Kolbenwasserkäfer
(Hydros piceus)

Dieser größte einheimische Wasserkäfer besitzt einen glänzend schwarzen Körper. Die Form ist länglich-oval, seine Oberseite ist flach gewölbt und trägt 4 Punktreihen, der Kopf ist breit. Kennzeichnend ist die silbrig schimmernde Unterseite, die vom mitgeführten Luftpolster herrührt. Er besitzt fein behaarte Schwimmbeine. Besiedelt werden vegetationsreiche stehende Gewässer. Die Imagines ernähren sich von Wasserpflanzen, die räuberisch lebenden Larven fressen hauptsächlich Wasserschnecken.
 

Familie | Gyrindae (Taumelkäfer)  

Gemeiner Taumelkäfer
(Gyrinus substriatus)

Der Gemeiner Taumelkäfer hat einen länglich-eiförmigen und gewölbten Körper. Seine glatte schwarze Oberseite ist durch längs gerichtete Punktreihen gekennzeichnet. Am Kopf trägt er stummelförmige Fühler. Charakteristisch sind seine zweigeteilten Augen, mit denen er Über- und Unterwasser sehen kann. Die Käfer sind oft auch in größerer Zahl beim Kreisen auf der Wasseroberfläche zu beobachten. Werden sie gestört, tauchen sie blitzschnell unter. Sie erbeuten überwiegend auf die Wasseroberfläche gefallene Insekten.
 

Familie | Malachiidae (Zipfelkäfer)  

Zweifleckige Zipfelkäfer
(Malachius bipustulatus)

Dieser länglich gestreckte Käfer besitzt einen glänzenden metallisch-grünen Körper, die Färbung ist recht variabel. An den hinteren Enden der Flügeldecken sitzen rote Flecken. Von Mai bis Juli kann man die Käfer sehr oft auf zahlreichen Kräutern, blühendem Gras und an Blüten in Wiesen und Rainen antreffen. Das Weibchen legt seine Eier in die Rindenspalten alter Laubbäume. Die Larven leben am Boden in moderndem Holz, meist unter Baumrinde und verpuppen sich nach mehreren Häutungen.
 

Familie | Cleridae (Buntkäfer)  

Gemeiner Bienenkäfer
(Trichodes apiarius)

Dieser auch "Immenkäfer" oder "Bienenwolf" genannte Buntkäfer ist charakterisiert durch seine gestreckter Gestalt und den drei breiten orangefarbenen Querstreifen auf blauschwarzer Grundfärbung. Auch der lange, im hinteren Bereich verengte Halsschild, sowie die Beine sind blauviolett gefärbt. Die Entwicklung der räuberisch lebenden Larven findet in verlassenen Bienenbauten und in den Nestern von Solitärbienen statt.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Lampyridae (Leuchtkäfer)  

Bild Art Beschreibung
Larve
Großer Leuchtkäfer
(Lampyris noctiluca)

Von Ende Mai bis September ist der nachtaktive Große Leuchtkäfer zu finden. Die flugfähigen Männchen suchen über dem Pflanzenbestand umherkriechende Weibchen, die diese durch ihr Leuchten anlocken. Die Imagines aber auch die Larven des Leuchtkäfers besitzen ein Leuchtorgan, mit dem sie ein intensives gelbgrünes Licht aussenden Können. Sie sind in der Lage, dass Leuchtorgan an- oder abzuschalten.
 

Familie | Oedemeridae (Scheinbockkäfer)  

Blauer Scheinbockkäfer
(Ischnomera cyanea)

Der schlanke Käfer ist ziemlich flach und besitzt auf den schwach glänzenden langen Flügeldecken parallelseitig flache Längsrippen. Die Färbung reicht von blau bis graugrün. Blaue Scheinbockkäfer sind weit verbreitet aber nicht häufig. Die tagaktiven Tiere sind von April bis Juli zu finden. Es gibt 2 recht ähnliche Arten, die mit dem deutschen Namen Blauer Scheinbockkäfer bezeichnet werden. Sie besitzen eine fast identische Lebensweise und sind sicher nur über das männliche Genital zu bestimmen.
Männchen
Grüner Scheinbockkäfer
(Oedemera nobilis)

Kennzeichnend für diese Käfer sind die metallisch glänzend grünen längsgerippten Flügeldecken, die auseinanderklaffen und nach hinten schmäler werden. Nur männliche Tiere sind durch keulenförmige verdickte Hinterschenkel charakterisiert, welche die Flugfähigkeit aber nicht behindern. Von April bis Juli kann man die tagaktiven Scheinbockkäfer antreffen.
 

Familie | Meloidae (Ölkäfer)  

Schwarzblauer Ölkäfer
(Meloe proscarabaeus)

Dieser relativ große Käfer glänzt schwarzblau und ist von plumper Gestalt. Kennzeichnend sind die kurzen fein granulierten Flügeldecken, die beim Weibchen nur den vorderen Bereich des Hinterleibes bedecken. Die Flügeldecken des Männchens stehen auseinander und sind ca. körperlang. Die Hinterflügel fehlen. Die Weibchen haben stark aufgeblähte Hinterleiber, die sehr viele Eier beinhalten (bis 45% des Gewichtes). Der schwarzblaue Ölkäfer ist tagaktiv, man findet ihn von April bis Juni. Vorwiegend werden wärmebegünstigte Standorte mit sandigen und offenen Bereichen besiedelt.
 

Familie | Anthribidae (Breitrüßler)  

Breitrüßler
(Platyrrhinus resinosus)

Dieser Käfer besitzt einen walzenförmigen Körper mit skulpturierter Oberfläche. Neben dieser knorrigen Erscheinung sind der verlängerte Kopf und die seitlich sitzenden hervortretenden Augen auffallend. Kopf wie Rüsseloberseite und die Spitzen der Flügeldecken sind dicht gelblich behaart. Hauptvorkommen sind Laubwälder und andere Habitate mit verpilzten Stubben, Holzstapeln und liegendem und stehendem Totholz.
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Ordnung Käfer (Coleoptera)
 

Familie | Lucanidae (Schröter)  

Bild Art Beschreibung
Männchen
Balkenschröter
(Dorcus parallelipipedus)

Dieser sehr variabel gezeichnete Käfer besitzt ein auffälliges Muster auf den schwarzen Flügeldecken. Die Färbung der Haarflecken auf den Flügeln ist meist gelbgrün, seltener gräulich. Die Imagines sind von April bis Juli/August auf Blättern und der Rinde von Zweigen ihrer Bruthölzer anzutreffen. Seltener findet man sie auf Blüten.
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