Fichtenreizker
(Lactarius deterrimus)
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essbar |
d5363 |
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Ordnung |
Agaricales (Blätterpilze) |
| Familie |
Physalacriaceae (Rindenschwammartige) |
| Größe |
Hut 4 bis 10 cm, gelegentlich bis 12 cm Stiel etwa 3 bis 7 cm lang 1 bis 2,5 cm dick |
| Verbreitung |
weite Teile Europas |
| Weblink(s) |
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Aussehen Der Hut des Fichtenreizkers ist zunächst gewölbt und besitzt einen eingerollten Rand, später wird er flach bis trichterförmig vertieft. Seine Farbe reicht von Orange und Lachsorange bis zu rötlichen Tönen. Häufig entstehen mit zunehmendem Alter deutlich grünliche Flecken oder Zonen. Die dicht stehenden Lamellen sind orange gefärbt und verfärben sich an Druck- und Verletzungsstellen grünlich. Der orange bis orangebräunliche Stiel ist zylindrisch, meist glatt und wird schon bei jungen Exemplaren hohl. Bei Verletzung tritt reichlich karotten- bis orangefarbener Milchsaft aus, der sich mit der Zeit rötlich bis weinrot verfärben kann.
Lebensraum Der Fichtenreizker ist eng mit der Fichte verbunden und bildet mit ihren Wurzeln eine Mykorrhiza. Er wächst deshalb bevorzugt in Fichtenwäldern, Fichtenforsten und fichtenreichen Mischwäldern. Besonders häufig ist er auf kalkhaltigen Böden, kommt aber auch auf schwach sauren Böden vor. Man findet ihn von tieferen Lagen bis in montane und hochmontane Gebiete.
Lebensweise Der Pilz lebt in einer Symbiose mit der Fichte. Sein Pilzgeflecht umschließt die Feinwurzeln des Baumes und verbessert unter anderem die Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen, während der Pilz im Gegenzug energiereiche Stoffe aus der Photosynthese erhält. Die Fruchtkörper erscheinen meist gesellig und können im Herbst stellenweise sehr zahlreich auftreten.
Verwertbarkeit Der Fichtenreizker ist essbar und gilt als guter Speisepilz, erreicht geschmacklich jedoch nicht die Wertschätzung einiger anderer Reizkerarten. Er eignet sich besonders zum Braten oder Einlegen. Sein Geschmack kann leicht bitter oder harzig sein.
Sonstiges Das Artepitheton deterrimus bedeutet sinngemäß »der geringwertigste« und spielt auf die im Vergleich zu anderen Reizkern geringere kulinarische Wertschätzung an. Charakteristisch ist die auffällige Veränderung der Färbung: Orangefarbene Bereiche werden mit zunehmendem Alter oder nach Verletzungen zunehmend grün. Auch der Milchsaft verändert seine Farbe und kann von Karottenorange über rötliche Töne bis zu Weinrot gehen. Der Fichtenreizker lässt sich insbesondere durch seine Bindung an die Fichte vom ähnlichen Edelreizker unterscheiden, der vor allem bei Kiefern vorkommt.
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