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Aussehen Der Falter ist ockergelb bis cremefarben gefärbt und zeigt auf den Flügeln eine feine dunkle Sprenkelung. Eine auffällige rotbraune Querlinie zieht sich schräg über Vorder- und Hinterflügel, flankiert von einem schmalen grauen Saum. Die Flügelränder sind rosa bis rot umrandet. Auf jedem Vorderflügel sitzt meist ein kleiner dunkler Mittelfleck.
Lebensraum Der Ampferspanner besiedelt vor allem offene, krautreiche Lebensräume. Man findet ihn auf Brachflächen, an Feldrändern, Weinbergen oder Böschungen sowie in Gärten und Parks. Sowohl feuchte Standorte als auch trockene, sonnige Plätze werden genutzt, solange reichlich Ampfergewächse vorhanden sind.
Lebensweise Der Falter entwickelt zwei bis drei Generationen pro Jahr, die im Mai/Juni sowie Juli/September fliegen (in warmen Jahren kann eine dritte Generation folgen). Die Falter sind nachtaktiv und werden von künstlichen Lichtquellen angezogen, tagsüber ruhen sie verborgen mit ausgebreiteten Flügeln. Die Raupen überwintern im letzten Larvenstadium und setzen ihre Entwicklung im folgenden Frühjahr fort.
Nahrung Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Ampfer- und Knöterichgewächsen. Wichtige Futterpflanzen sind verschiedene Rumex-Arten (z.B. Sauer- oder Wiesenampfer) sowie Knöterichgewächse wie Vogel- und Windenknöterich.
Sonstiges Der Name »Ampferspanner« verweist auf die bevorzugte Wirtspflanze Ampfer. Wegen des rosa Randes und der bunten Linien trägt der Falter auch die Beinamen »Rotrandspanner« oder »Liebling«. Sein englischer Name »Blood-vein« (Blutader) bezieht sich auf die auffällige rotbraune Querlinie. Im ruhenden Zustand überlagern sich die Flügelmuster, wodurch der Falter hervorragend getarnt ist (ein Effekt der sogenannten Somatolyse). Die Raupe besitzt ein auffällig verdicktes Brustsegment, das sie bei Gefahr aufrichten und mit ihrem Muster einen Schlangen- oder Echsenkopf imitieren lässt.
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