Nierenfleck-Zipfelfalter
(Thecla betulae)

Größe

Flügelspannweite
38 bis 40 mm
Vorderflügellänge
19 bis 20 mm

Thecla betulae
Weibchen
Verbreitung

paläarktisch,
weite Teile Europas,
Westsibirien und Fernost

Aussehen
Das Falteroberseite ist dunkelbraun. Weibchen tragen einen auffälligen nierenförmigen orangen Fleck auf dem Vorderflügel. Die Flügelunterseite ist orangebraun mit weiß eingerahmten, säbelzahnförmigen Zeichnungen und zwei mehr oder weniger parallelen weißen Linien auf dem Hinterflügel. Am Hinterrand des Hinterflügels befinden sich kleine Zipfel und analspezifische orange Flecke. Die Fransen sind schwach aufgehellt.

Lebensraum
Die Art besiedelt Hecken, Gebüsche und Waldränder sowie lichte Laubholzbereiche. Dort, wo Schlehe (Prunus spinosa) und andere Schlehen-/Pflaumen-Arten als Wirtspflanzen reichlich vorkommen, ist sie bevorzugt zu finden.

Lebensweise
Der Nierenfleck-Zipfelfalter ist in Mitteleuropa univoltin (eine Generation pro Jahr) und fliegt im Spätsommer. Die Weibchen legen einzelne, auffällige weiße Eier an Seitenzweigen und neben Knospen ab. Die Raupen schlüpfen zeitgleich mit dem Austrieb und fressen zunächst Blüten und junge Blätter. Die Art überwintert im Ei und verpuppt sich bodennah in der Laubstreu.

Nahrung
Die Raupen ernähren sich hauptsächlich an Prunus-Arten, insbesondere Schlehdorn (Prunus spinosa) und gelegentlich Zwetschge (Prunus domestica). Die Falter saugen Nektar an Blüten, nehmen Honigtau auf und nutzen gelegentlich auch Baum- und Fruchtsäfte als Nahrungsquelle.

Sonstiges
In Deutschland und Teilen Mitteleuropas wird die Art vielfach als »Nierenfleck-Zipfelfalter« (teils auch Birken-Zipfelfalter genannt) geführt. Die deutliche weiße »Säbelzahn«-Zeichnung auf der Unterseite macht die Art fotografisch gut bestimmbar, zugleich sind die Falter durch ihren Lebensraumanspruch und die Lebensraumveränderungen teilweise lokal gefährdet. Winterkartierungen von Eiern sind eine zuverlässige Nachweismethode.


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