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Mittelmeerraum, wärmere subtropische Gebiete Europas, Nordafrikas und Asiens in Mitteleuropa Wanderfalter bei günstigen Wetterbedingungen bis Deutschland, Großbritannien und Teile Skandinaviens
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Aussehen Die Vorderflügel sind überwiegend gelblich, strohfarben bis bräunlich und können einen leicht rötlichen Farbton besitzen. Besonders auffällig ist die dunkle, nierenförmige Zeichnung, die durch einen dunklen Bereich mit dem Vorderrand verbunden ist. Die Ringmakel ist dagegen nur schwach und meist punktförmig ausgeprägt. Die Hinterflügel wirken deutlich heller und graubraun. Sie besitzen einen dunklen Mittelfleck sowie ein breites dunkles Band am Außenrand. Die Raupe ist in ihrer Färbung nicht völlig einheitlich, meist jedoch gelblich bis grünlich und mit rötlich-braunen Querzeichnungen versehen. Zusätzlich besitzt sie feine helle Punkte, mehrere Längslinien und helle Seitenstreifen. Junge Raupen halten sich häufig geschützt zwischen zusammengesponnenen Pflanzenteilen auf, während ältere Raupen offener auf den Futterpflanzen sitzen können.
Lebensraum Die Bilsenkraut-Blüteneule bevorzugt warme und trockene Lebensräume mit reichlich krautiger Vegetation. Dazu gehören sonnige Hänge, trockene Wiesen, warme Brachflächen, offene Ruderalstellen und andere unbeschattete Bereiche. Auch Gärten können von der Art genutzt werden, sofern dort geeignete Blüten- und Futterpflanzen vorhanden sind. Besonders günstig sind Standorte, die sich stark erwärmen und nur wenig feucht sind.
Lebensweise Die Bilsenkraut-Blüteneule ist eine wärmeliebende Wanderfalterart. In den südlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes kann sie mehrere Generationen im Jahr hervorbringen. Im Frühsommer wandern Falter aus dem Mittelmeerraum nach Norden und können dort im weiteren Jahresverlauf eine neue Generation hervorbringen. In Mitteleuropa überstehen die Tiere den Winter gewöhnlich nicht. Die Falter sind häufig am Tage aktiv und besuchen Blüten, können aber auch nachts beobachtet werden. Die Weibchen legen ihre Eier an geeigneten krautigen Pflanzen ab. Nach dem Schlüpfen halten sich die jungen Raupen zunächst häufig verborgen und fressen in geschützten Bereichen der Pflanze. Mit zunehmender Größe werden sie beweglicher und sind häufiger frei auf Blättern, Blüten oder Fruchtständen zu finden. Zur Verpuppung verlässt die Raupe schließlich die Nahrungspflanze und entwickelt sich zur Puppe weiter.
Nahrung Die Raupen sind ausgesprochen vielseitige Pflanzenfresser und können zahlreiche verschiedene Kräuter nutzen. Zu den nachgewiesenen Futterpflanzen gehören unter anderem Bilsenkraut, Schwarze Tollkirsche, Wiesensalbei, Hauhechel, Ringelblumen, Kreuzkräuter und Luzerne. Gefressen werden je nach Pflanzenart Blätter, Blüten und insbesondere junge oder reifende Samen beziehungsweise Fruchtstände. In südlichen Regionen kann die Raupe außerdem an verschiedenen landwirtschaftlich genutzten Pflanzen vorkommen. Die erwachsenen Falter nehmen dagegen vor allem Blütennektar auf.
Sonstiges Der deutsche Name Bilsenkraut-Blüteneule bezieht sich auf eine der Pflanzen, an denen die Raupen vorkommen können. Interessant ist vor allem ihre ausgeprägte Wanderfähigkeit: Einzelne Falter können mit günstigen Luftströmungen große Entfernungen zurücklegen und dadurch Gebiete erreichen, in denen die Art nicht dauerhaft heimisch ist. Ihre Häufigkeit kann von Jahr zu Jahr erheblich schwanken. Besonders warme Sommer können dazu führen, dass die Bilsenkraut-Blüteneule in Mitteleuropa deutlich häufiger beobachtet wird. Der wissenschaftliche Artname peltigera nimmt vermutlich Bezug auf die schildartige Form der auffälligen Nierenmakel auf den Vorderflügeln.
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