Saateule
(Agrotis segetum)

Größe

Flügelspannweite
35 bis 45 mm

Agrotis segetum
Verbreitung

weite Teile Europas,
Nordafrika,
Asien

Aussehen
Die Vorderflügel sind graubraun bis erdbraun gefärbt und können je nach Individuum unterschiedlich hell oder dunkel ausfallen. Die Nieren- und Ringmakel sind meist gut erkennbar und heben sich nur leicht von der Grundfarbe ab. Die Hinterflügel sind deutlich heller und erscheinen weißlich bis graubraun mit etwas dunklerem Außenrand. Die Raupen sind kräftig gebaut und besitzen eine glatte, nahezu unbehaarte Haut. Ihre Färbung variiert von graubraun über olivbraun bis fast schwarz, häufig begleitet von einer feinen hellen Rückenlinie und schwach ausgeprägten Seitenstreifen.

Lebensraum
Die Saateule besiedelt vor allem offene Landschaften mit niedriger Vegetation. Sie kommt auf Äckern, Wiesen, Gemüsefeldern, Brachflächen, Gärten, Feldrainen und in Parkanlagen vor. Besonders wohl fühlt sie sich auf lockeren, gut durchwurzelbaren Böden, in denen sich die Raupen tagsüber verbergen können.

Lebensweise
Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen je nach Region meist von Mai bis Oktober in einer oder zwei Generationen. Sie besuchen Blüten und werden häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt. Die Raupen leben überwiegend im Boden und verlassen ihre Verstecke meist erst nachts zur Nahrungssuche. Bei Störungen rollen sie sich häufig zu einer lockeren Spirale zusammen. Die Überwinterung erfolgt als ausgewachsene Raupe im Erdreich, bevor sie sich im Frühjahr verpuppt.

Nahrung
Die Raupen ernähren sich von den Wurzeln, Stängeln und bodennahen Pflanzenteilen zahlreicher krautiger Pflanzen. Zu ihren Nahrungspflanzen gehören unter anderem Gemüsearten, Getreide, Kartoffeln, Rüben, Salat, Klee sowie viele Wildkräuter. Die erwachsenen Falter nehmen überwiegend Blütennektar und andere zuckerhaltige Pflanzensäfte auf.

Sonstiges
Die Saateule gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Eulenfaltern Europas. Vor allem die im Boden lebenden Raupen, die als Erdraupen bezeichnet werden, können junge Kulturpflanzen direkt am Stängel durchbeißen und dadurch erhebliche Schäden verursachen. Trotz ihrer Bedeutung als landwirtschaftlicher Schädling ist die Art ein natürlicher Bestandteil vieler Offenlandlebensräume und dient zahlreichen Vögeln sowie räuberischen Insekten als Nahrung.


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