Ordnung Hymenoptera Hautflügler -  Bienen, Ameisen)  
Bildübersicht Hautflügler mit Infos Galerie
Die Hautflügler, zu denen die Ameisen, Bienen und Wespen zählen, haben als gemeinsames Merkmal 4 feine, dünne, wasserhelle und durchsichtige Hautflügel.

Die Flügel können allerdings manchmal fehlen.
Z. B. bei den Arbeiterinnen der Ameisen sowie bei Weibchen der Ameisenwespen.
Systematik
Reich: Tierreich (Regnum animale)
Nach obenStamm: Gliederfüßer (Athropoda)
    Nach obenKlasse: Insekten (Insecta)
          Nach oben Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
In der Ruhe liegen die Flügel waagerecht auf dem Hinterleib, der dadurch leicht verschleiert erscheint, oder hängen ein wenig an den Seiten herab.

Der Hinterleib ist zumeist gestielt von der Brust abgesetzt, so daß die bekannte «Wespentaille» entsteht. Er ist dadurch ungemein beweglich.
Auch der Kopf, der dem Brustabschnitt wie mit einem Zapfen angefügt ist, kann sehr frei bewegt werden.
Die Fühler sind vorwiegend fadenförmig, die Mundwerkzeuge hauptsächlich beißend und leckend, bei vielen Arten teilweise aber so umgebildet, daß die Tiere Säfte aufsaugen könnten (Blütennektar).
Die Weibchen der primitiveren Gruppen tragen eine Legeröhre, die bei den höher entwickelten Hautflüglern zu einem Stachel umgebildet ist. Einige Arten können empfindlich stechen - wie wir von Bienen und Wespen wohl schon alle einmal am eigenen Leib zu spüren bekommen haben. Bei den Männchen ist der Stachel nicht ausgebildet.
Neben unbehaarten Arten gibt es innerhalb dieser Ordnung viele Gruppen, die behaart und oft mit farbigen Haaren besetzt sind (z. B. Hummeln).

Bei vielen Vertretern ist die und Nachkommenspflege stark ausgebildet.
Sie besitzt bei den Ameisen, Honigbienen, Wespen und Hummeln die größte Vollkommenheit.
Die Hautflügler stellen zweifellos die am höchsten entwickelten Insekten dar, sie machen alle eine vollkommene Verwandlung (Holometabolie) durch und kennzeichnen sich durch viele staatenbildende Arten. Sozial lebende Hautflügler errichten bemerkenswert organisierte Nester.
Die meisten Arten sind wärmeliebend, sie sind tagsüber, abends oder nachts aktiv. Viele von ihnen halten sich auf Blüten auf und sind wichtige Bestäuber. Es gibt aber auch räuberische Arten.

Die Larven der Pflanzenwespen sind pflanzenfressende Afterraupen, die den Schmetterlingslarven ähneln, vieler Arten sind Parasiten und als natürliche Feinde anderer Insekten von Bedeutung.

Vertreter dieser sehr formenreichen Ordnung können eine Körperlänge von 0,2 mm (die kleinsten Insekten) bis 40 mm und mehr erlangen.

Man schätzt, daß auf der gesamten Erde über 100 000 Arten leben. In Europa gibt es davon ungefähr 45000, in Mitteleuropa vermutlich etwa 14000 Arten.
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